St. Pöltner Großstreik für das Klima

Erstellt am 22. September 2022 | 05:24
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8476496_stp38_fff_c_prchal.jpg
Max Nutz, Frida Fliegenschnee, Flora Peham und Johanna Frühwald sowie Patrick Scherhaufer von Scientists for Future machten noch auf die Drastik aufmerksam.
Foto: Maria Prchal
Am Freitag wird wieder für die Forderung nach mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Die Beteiligung an solchen Aktionen kann auch gegen Klimaangst helfen, meint Psychologe Norman Schmid.
Werbung

2.000 Menschen waren laut Veranstalterinfo beim letzten großen Klimastreik in St. Pölten dabei. Am Freitag, 23. September, findet wieder anlässlich des weltweiten Klimastreiks in der niederösterreichischen Landeshauptstadt eine Demonstration von Fridays for Future statt. Start ist um 13.30 Uhr am Hauptbahnhof.

Den geplanten Protest und die zahlreichen davor einen die Forderungen. Aktivistinnen und Aktivisten wollen gehört werden. Doch nicht nur das. Ziel der Fridays-for-Future-Initiative ist es, dass den Worten der Politikerinnen und Politiker in Niederösterreich endlich Handlungen folgen.

Fridays for Future fordert mit Streiks die Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz des Klimas, damit bis zum Jahr 2040 das Ziel der Klimaneutralität erreicht werden kann. Mit den jetzigen Maßnahmen sei man weit davon entfernt. Die Initiative fordert die vermehrte Nutzung nachhaltigerer Ressourcen wie Windenergie sowie einen umfassenden Ausbau von Photovoltaik.

„Diese Landtagswahl ist Klimawahl. Den kommenden Herbst werden wir dafür nutzen, dass die Stimmen für Klimaschutz und den Ausbau erneuerbarer Energie nicht zu überhören sind“, erzählt Aktivistin Flora Peham von Fridays for Future St. Pölten. 

Tipps gegen Klimaangst

Durch die zunehmenden Extremwetter-Ereignisse, Hitze, Dürre und mehr wird die Klimakrise auch in Europa immer spürbarer. Das macht vielen Menschen Angst. Die Psychologie hat diesem Phänomen schon einen Namen gegeben: die Klimaangst. Im Gegensatz zu anderen Ängsten wie Panikattacken oder Spinnenphobie ist diese Angst aber begründet, erklärt Umweltpsychologe Norman Schmid.

"Auch wenn die Klimaangst eine begründete Ursache hat, ist es wichtig, sich nicht in der Angst zu verlieren, sondern ein gutes Angstmanagement zu entwickeln", erklärt der Geschäftsführer von "Öko Coaching".  Dabei helfen bekannte Methoden wie Entspannung, die Veränderung negativer Gedankenmuster oder Achtsamkeitsübungen. Hinzu kommen aber auch ganz konkrete Maßnahmen wie das eigene Klima- und Umweltverhalten verändern, die Beteiligung an Aktionen wie etwa dem Klimastreik und die Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten, empfiehlt der St. Pöltner Psychologe. "Wenn man die Angst konstruktiv kanalisieren kann, dann entsteht dadurch viel Energie, um Teil einer positiven Transformation unserer Gesellschaft zu werden."

Werbung