Gesichtsbehaarung als Problem für FFP2-Maske. Die FFP2-Maske ist besonders dicht auf glatter Haut. Wie gehen St. Pöltner Bartträger damit um? Die NÖN fragt nach.

Von Martin Gruber-Dorninger und Gerhard Weber. Erstellt am 03. Februar 2021 (04:25)

Das Tragen der FFP2-Maske ist derzeit Pflicht. Damit soll verhindert werden, dass Aerosole mit Virenpartikeln in die Nasen anderer Personen gelangen. Besonders gut schützt eine solche FFP2-Maske auf glatt rasierter Haut. Das stellt für eine Bevölkerungsgruppe ein großes Problem dar – nämlich für die Bartträger.

„Ich habe den Bart zwar gestutzt, abrasiert wird der aber nicht“, steht Vizebürgermeister Harald Ludwig zu seiner Gesichtsbehaarung. Er achte aber besonders in geschlossenen Räumen darauf, den vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Mindestabstand einzuhalten. Die FFP2-Maske trage er dort, wo es überall notwendig ist.

Bart bei Sportlern folgt eigenen Gesetzen

Das tut auch SKN-St. Pölten-Goalie Christoph Riegler: „Der Bart bleibt und wird weiterhin gehegt und gepflegt.“ Abergläubisch ist bei der Bartmode der St. Pöltner Handballtrainer des UHK Krems Ibish Thaqi. Er wolle sich erst rasieren, wenn seine Mannschaft wieder einmal verliert. „Bis dahin kann der Bart unter der Maske jucken, was er will.“

Die Maske über seinen „Bart wurschteln und eine Haube aufsetzen, damit die Ohrwascheln wegen des Maskengummis nicht gar so wegstehen“, will das ehemalige Bauchklang-Mitglied Alexander Böck. Bisher war er in diesem Outfit aufgrund einer Zahn-Operation noch nicht in freier Wildbahn zu sehen.

Mika Stokkinen, Gitarrist der Band „The Ridin’ Dudes“ sieht vor allem die Länge des Bartes als Problem. Auch wenn das Maskentragen derzeit unangenehm ist, so sei dies das kleinste Übel in diesen Zeiten.