Schloss Ochsenburg soll wieder aufleben

200 Jahre nach Besuch von Franz Schubert öffnet das Wahrzeichen Ochsenburgs und ehemalige Sommerresidenz der St. Pöltner Bischöfe am Sonntag für eine Gedenkmesse seine Tore. Weitere Events werden folgen, berichtet Martina Bender von der Diözese.

Lukas Kalteis Erstellt am 25. September 2021 | 04:35
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In der Kapelle werden Schuberts Lieder erklingen.
Foto: Kalteis

Lange versperrte das schwere, schmiedeeiserne Tor neugierigen Besuchern den Zugang zum Schloss, in dem Liederfürst Franz Schubert im Herbst vor 200 Jahren weilte und komponierte.

Anlässlich dieses Jubiläums findet am Sonntag (26. September) um 10 Uhr nun eine Gedenkmesse in der prachtvollen Schlosskapelle statt, bei der auch der verwunschene Innenhof wieder zugänglich sein wird.

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Seit 1991 im Dornröschenschlaf gelegen

Im Herbst 1821 komponierte das Musikgenie Franz Schubert nach einer Einladung des Bischofs Johann Dankesreither Teile der Oper „Alfonso und Estrella“ hinter den alten Gemäuern mit Blick über das weite Traisental.

„Das Schloss diente lange als Sommerresidenz der St. Pöltner Bischöfe, wurde aber als solche zuletzt von Bischof Franz Žak, der bis 1991 im Amt war, genutzt“, erklärt Martina Bender, Pressesprecherin der Diözese.

Seitdem lag das Schloss im Dornröschenschlaf und wurde über die Jahre baufällig.

Diözese plant Sanierung und Nutzung

„Das Schloss ist ein historisches Juwel, das unbedingt erhalten werden muss. Wir planen derzeit, das Gebäude zu sanieren und zukünftig für kulturelle Events wie Messen, Konzerte und Lesungen zu nutzen“, verrät Bender.

Damit soll die Schubert-Gedenkmesse den Auftakt für weitere geistliche und kulturelle Veranstaltungen geben, die den jahrhundertealten Gemäuern wieder Leben einhauchen können.