Stadt kauft historisches Haus am Domplatz. Wenn Ende 2021 die Oberbank zum Linzer Tor übersiedelt, übernimmt die Stadt das historische Haus am Domplatz. Das Gebäude wird dann unter dem Arbeitstitel "Domothek 2.1" zum Medien- und Kommunikationshaus, in das die Stadtbücherei zieht.

Von Red. St. Pölten. Erstellt am 21. Januar 2021 (17:32)
Wo derzeit noch die Oberbank ist, soll die „Domothek 2.1“ mit der Stadtbücherei entstehen: Oberbank-Direktor Franz Frosch, Gabriele Bertl vom Marktamt, Christine Nusterer von der Stadtbücherei, Architekt Wolfgang Pfoser und Bürgermeister Matthias Stadler am künftigen Tor zum Domplatz.
Josef Vorlaufer

Die Stadt St. Pölten plant, das vor einigen Jahren rundum sanierte und barrierefreie Renaissance-Haus an der Einfahrt zum Domplatz zu kaufen. Nach dem Umzug der Oberbank zum Linzer Tor soll das Gebäude am Domplatz 2 das Tor zum neuen Domplatz werden. Der Bürgermeister möchte für den Erwerb noch umgehend den alten Gemeinderat einberufen. „Für die Stadt St. Pölten ist der Ankauf dieses Hauses von großer strategischer Bedeutung. Ein weiteres historisches Gebäude in der Innenstadt kann so langfristig geschützt und für die Bevölkerung nutzbar gemacht werden“, betont Matthias Stadler.

Mehr Raum in der „Domothek 2.1“ 

Ein Medien- und Kommunikationshaus des 21. Jahrhunderts mit moderner, interaktiver Bibliothek und Platz für den Wochenmarkt soll unter dem Arbeitstitel „Domothek 2.1“ entstehen. Durch die Umgestaltung des Domplatzes sieht Stadler im Hinblick auf 2024 auch Chancen auf mehr Veranstaltungen. "Da wird dieses Haus eine wichtige Rolle spielen.“ Die Bibliothek in der Prandtauerstraße verfügt aktuell über 570 m² Nutzfläche, das neue Haus über mehr als die doppelte Fläche, 1.200 m² stehen unmittelbar zur Verfügung. Auch die vorgelagerten Arkaden könnten – ebenso wie der der ausgebaute Dachboden - eine neue Nutzung bekommen.

52.000 Medien in „Wohnzimmeratmosphäre“

Mit Errichtung einer neuen Bibliothek beschäftigt sich seit Längerem der St. Pöltner Architekt Wolfgang Pfoser. Er sieht laut Stadt an diesem Standort tolle Möglichkeiten - einen "Frequenzbringer für die "Innenstadt" mit „Wohnzimmeratmosphäre“. Das Haus mit historischer Substanz und moderner Adaptierung bietet Platz für 52.000 klassische Medien, einen Saal für rund 70 Personen sowie für interaktive Konzepte oder gemütliche Nischen mit Blick auf den Dom.