Plus beim Umsatz für die Region St. Pölten

In Liste der umsatzstärksten Betriebe Niederösterreichs sind drei Firmen mehr aus der Region als noch im Jahr davor zu finden.

Erstellt am 07. Januar 2022 | 05:26
Lesezeit: 2 Min
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Für WKNÖ-Obmann Mario Burger sind die Betriebe das Rückgrat der Gesellschaft.
Foto: Monihart

Zugelegt hat die Landeshauptstadt im Ranking der 1.000 umsatzstärksten Betriebe, das der Echo Verlag jährlich erstellt. 60 Betriebe aus St. Pölten finden sich 2020 darin, zwei mehr als noch im Jahr davor. Mit rund 5,4 Milliarden Euro gehen knapp 5,1 Prozent der Gesamtumsätze der gelisteten Unternehmen in die NÖ-Hauptstadt.

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„Rückschlüsse auf die Gesamtsituation nur aus dem Ranking zu ziehen, wäre unseriös.“Mario Burger, Wirtschaftskammer-Bezirksobmann

Unangefochten vorne bleibt der Bezirk Mödling mit über 50 Prozent dank Firmensitzen von Rewe und Billa, EVN oder Novomatic. Die Stadt St. Pölten liegt auf Platz vier, der Bezirk mit 56 Unternehmen mit zusammen fast drei Milliarden Umsatz auf Platz acht.

Ein Großteil der Umsätze der Betriebe im Bezirk wie auch in der Landeshauptstadt bleibe aber unberücksichtigt, erklärt Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Mario Burger. 12.353 Unternehmen waren Ende September in der Region registriert, 3.652 davon in der Landeshauptstadt.

Die hohe Anzahl an klein- und mittelgroß strukturierten Familienbetrieben mache flexibel und anpassungsfähig. „Rückschlüsse auf die Gesamtsituation nur aus dem Ranking zu ziehen, wäre unseriös“, betont Burger.

Möbelhandel unter den Gewinnern

Die pandemiebedingten Restriktionen träfen alle Branchen, die Auswirkungen seien jedoch unterschiedlich, weiß der WKNÖ-Bezirksobmann. Das Gewerbe und insbesondere die Baubranche verzeichne eine erhöhte Nachfrage, ebenso die zugeordneten Handelsbereiche für Möbel oder Baustoffe. So haben sich sowohl Leiner als auch Kika im Ranking verbessert, Voith Hydro hat sogar fast 60 Plätze gutgemacht.

Die Liste zeigt aber auch die Bedeutung öffentlicher Unternehmen für St. Pölten. Mit Abstand umsatzstärkstes Unternehmen ist die nun als Landesgesundheitsagentur firmierende Landeskliniken-Holding. Im Bezirk liegt weiter Constantia Teich in Weinburg vorne, gefolgt von der nach Übernahme der Erber Group entstandenen DSM Austria in Getzersdorf und Würth mit Sitz in Böheimkirchen.