Kalcher-Preis geht an Helmut Neidl. Lions Club St. Pölten zeichnete den ehemaligen Leiter des städtischen Sozialhilfe-Referats aus Spratzern aus.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 14. Mai 2019 (04:19)
Kindler
Helmut Neidl (Mitte) bekam von Lions-Club-Präsident Martin Pfeffel (r.) den diesjährigen Kalcher-Preis überreicht. Gratuliert hatim Rathaus auch Bürgermeister Matthias Stadler.

Mit dem Anton-Kalcher-Preis, der einzige Sozialpreis, der in St. Pölten vergeben wird, zeichnete der Lions Club St. Pölten heuer Helmut Neidl aus.

Der St. Pöltner war Leiter des Sozialreferats, ist Aufsichtsratsvorsitzender des „Verein Wohnen“ und Gründungsmitglied des Armutsnetzwerkes NÖ.

„Er hat ein lebenswertes Leben für diese Menschen in St. Pölten ermöglicht“

„Gleich bei seinem Dienstantritt bei der Sozialhilfe war Helmut Neidl vor eine große Herausforderung gestellt – die Flüchtlingswelle aus Bosnien-Herzegowina“, betonte Bürgermeister Matthias Stadler bei der Preisverleihung im Rathaus. Fast täglich habe der Spratzerner das Quartier am Spratzerner Kirchenweg besucht – auch außerhalb der Dienstzeit.

„Er hat ein lebenswertes Leben für diese Menschen in St. Pölten ermöglicht“, hob Stadler hervor. Auch als ein bosnisches Paar heiraten wollte, habe er alles – bis zur Hochzeitstorte – bestens organisiert. „Als sich Neidl 2009 in den Ruhestand verabschiedete, haben wir ihn nicht gerne gehen lassen“, meinte der Bürgermeister.

„Wir haben mit Helmut Neidl einen Menschen gewählt, der diesen Preis zutiefst verdient."

Neidl engagiert sich auch in der Pension. Beim „Verein Wohnen“ und beim Armutsnetzwerk setzt er sich für einkommensschwache Menschen ein und auch bei „Essen auf Rädern“ fährt er. Umtriebig ist der leidenschaftliche Radfahrer auch als langjähriger Obmann des RC ARBÖ St. Pölten Hauer.

Engagement "so lange es geht"

„Wir haben mit Helmut Neidl einen Menschen gewählt, der diesen Preis zutiefst verdient. Er war nie aufbrausend oder cholerisch und hat durch seine ruhige, besonnene Art vielen Menschen geholfen“, betont Lions-Club-Präsident Martin Pfeffel. Helmut Neidl bedankte sich für den Preis und betonte, dass er sich weiterhin ehrenamtlich engagieren werde. „So lange es geht“, so Neidl.

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