Nach Animal Hoarding: Gewusel im St. Pöltner Tierheim. Animal-Hoarding-Fall wie im Waldviertel gibt es nicht alle Tage. 17 Hunde erholen sich jetzt im Tierheim St. Pölten.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 31. August 2021 (16:32)

Mit 132 erwachsenen Chihuahuas und einigen Welpen lebte eine Waldviertlerin zusammen. Ein anonymer Hinweis brachte das ans Tageslicht. Es folgte die behördliche Abnahme, wir hatten berichtet:

17 Hunde kamen auch ins Tierheim nach St. Pölten. „Den Hunden geht es den Umständen entsprechend gut. Sie finden bei uns jetzt Ruhe zum Schlafen und Fressen“, berichtet Tierheimleiter Davor Stojanovic. Er fordert eine Beschränkung von Land und Bund für die Hundehaltung. „Es geht hier nicht nur um die Anzahl. Jedes einzelne Tier hat Charakter und Seele“, betont Stojanovic und hofft, dass die Waldviertlerin Unterstützung bekommt.

Derzeit werden die Hunde auf Erbkrankheiten untersucht. Auch die bei der Anzahl an Hunden vernachlässigte Pflege wird jetzt durchgeführt. Sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind, können die Hunde vermittelt werden, bei den Welpen dauert es noch acht bis neun Wochen.

„Das war einer der schlimmsten Sommer der letzten zehn Jahre“, sagt Stojanovic. Von 1. Juli bis 15. August kamen 200 Tiere ins Tierheim, darunter 78 Katzen. „Wir sind auf Unterstützung angewiesen, denn wir helfen jedem Tier. In diesem Fall brauchen wir auch Welpenfutter“, so Thomas Kainz, Obmann-Stellvertreter des Tierschutzvereines.