Aufregung um Stau in St. Pöltner Rathaus-Garage. Mehrmals funktionierte der Kassenautomat in der Rathausgarage nicht. Die Folge: 40 Minuten Wartezeit vorm Schranken.

Von Beate Steiner. Erstellt am 01. Juni 2021 (17:27)

Am Mittwoch, 26. Mai, staute es wieder einmal in der Innenstadt. Nicht bei einer Baustelle, sondern vor einem Schranken. Dutzende Autos konnten die Rathausgarage nicht verlassen, bildeten einen geschlossenen Ring von der Einfahrt bis zur Ausfahrt. Der Grund: Der Kartenautomat war defekt und daher öffnete sich auch der Schranken nicht.

Dem nicht genug: Der Notrufknopf alarmierte nicht, die Notrufnummer war minutenlang nicht erreichbar. Die Folge: 40-minütige Wartezeiten, verzweifelte Mütter, die ihre Kinder nicht rechtzeitig von der Schule abholen konnten, und Essenslieferanten, die mit den Speisen im Wagen feststeckten.

Kein Lift von der Tiefgarage auf den Platz

Es war nicht das erste Mal, dass Parkplatzsuchende Probleme in der Rathausgarage hatten, seit der neue Betreiber aktiv ist. Wochenlang funktionierte der Lift nicht: Mütter mussten ihre Kinderwägen die Stiegen rauftragen, weil bei der Einfahrt nicht klar war, dass es keinen Lift gibt. Lieferanten schleppten Kisten von der Tiefgarage auf Straßenniveau. Und mehrmals schon funktionierte der Kartenautomat nicht – und damit auch der Schranken.

Michael Fitsch vom Betreiber Goldbeck Parking entschuldigt sich bei den betroffenen Nutzern und Nutzerinnen für die Unannehmlichkeiten. „Wir sind stets bestrebt, beste Qualität in den von uns betriebenen Parkstätten zu bieten. Leider mussten wir wenige Wochen nach der Inbetriebnahme der Garage im April feststellen, dass entscheidende Komponenten des Parkabfertigungssystems nicht einwandfrei funktionierten, da diese in der Vergangenheit nicht fachgerecht gewartet wurden.“ Goldbeck Parking ist bereits in Gesprächen mit Wartungsunternehmen, „um die Garage zukunftsfähig zu machen.“

Die Stadt St. Pölten als Eigentümer bestätigt, dass etwa die Schwierigkeiten mit dem Lift noch auf den vorhergehenden Betreiber zurückgehen. „Die Notrufbearbeitung im Auftrag der Firma Goldbeck ist aber leider nach wie vor unbefriedigend. Dies wird jedoch seitens der Stadt gemahnt“, heißt es aus dem Magistrat.