Pyhringer sorgt in St. Pölten für die Magie von Kälte & Eis

Erstellt am 20. Januar 2022 | 06:13
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8265106_stp02pyhra_eisbahntechniker.jpg
Michael Uferer sorgt mit seiner Eisbahnfirma „Husky“ am St. Pöltner Eiszauber auch bei frostigen Temperaturen für magische Momente.
Foto: Lukas Kalteis
Michael Uferer aus Pyhra sorgt hinter Kulissen des Eiszaubers für ein intaktes Kufenparadies und frostigen Spaß am St. Pöltner Rathausplatz.
Werbung

Der Eiszauber am St. Pöltner Rathausplatz entwickelte sich mit bisher weit über 8.000 Besuchern zu einer beliebten Abwechslung in Pandemiezeiten. Der Eisbahntechniker Michael Uferer aus Pyhra hält hinter den Kulissen die Magie dieses Zaubers aufrecht.

Damit die Besucher den 1.200 Quadratmeter großen Eislaufplatz in bestem Zustand vorfinden, sitzt der 48-Jährige schon in frühen Morgenstunden, wenn die Stadt noch schlummert, auf seinem Traktor. Der Motor springt an, die Leuchten werfen helle Lichterkegel auf die weiße Eisfläche und Michael Uferer dreht ohne Musik erste ruhige Runden.

„Das Eis muss laufend abgezogen und von Schnee befreit werden, um wieder eine spiegelglatte Oberfläche zu bekommen. Im Freien am Rathausplatz ist das Eis jeder Witterung ausgesetzt und muss speziell behandelt werden“, erklärt der Eis-Profi.

Outdoor-Fläche des Eiszaubers ist Chefsache

Daher ist die Pflege des Eiszaubers in der Stadt Chefsache. Vom Eis zur Bande bis zum Zubehör betreut er gemeinsam mit zwei Angestellten alles selbst.

An anderen Standorten der Region wie in Wilhelmsburg, Herzogenburg oder Melk werden nach dem Aufstellen Vereinsfunktionäre mit der Eispflege betraut und eingeschult. Häufig tauschen auch örtliche Bademeister im Winter ihr Schwimmgewand samt Trillerpfeife gegen Haube und Handschuhe und übernehmen die Bearbeitung des Eislaufplatzes.

„Die Pflege ist je nach Umwelteinflüssen und Benutzung verschieden. Die Temperatur und die Dicke des Eises müssen an die Anforderungen angepasst werden. Beispielsweise wollen Eisstockschützen andere Eis-Eigenschaften als eine Hockeymannschaft, die die Fläche beim Spielen regelrecht umpflügt“, sagt der gelernte KFZ-Mechaniker, der nach dem Konkurs einer Pyhringer Technik-Firma die Geräte kaufte und sich 2011 als Eisbahntechniker selbstständig machte. Seither sorgt er mit seiner Firma niederösterreichweit für eisige Erlebnisse, errichtete aber auch bereits Eisbahnen in anderen Bundesländern oder an der deutschen Ostsee.

Einmal bei 36 Grad Stockschützenbahn errichtet

Im Winter ist natürlich Hauptsaison, doch auch in den wärmeren Monaten des Jahres ist das Eisbahnteam mit Wartungsarbeiten und Organisation beschäftigt. In seltenen Fällen wird Michael Uferer aber auch im Sommer mit dem Bau einer Eisbahn beauftragt.

„Nach der Firmengründung errichteten wir einmal im August in der heißesten Woche des Jahres bei 36 Grad eine Stockschützenbahn in einem Wiener Festzelt. Die Gäste trauten ihren Augen kaum und genossen die willkommene Abkühlung“, blickt Michael Uferer auf das außergewöhnliche Highlight zurück.

Kaum fährt er mit seiner Eisbearbeitungsmaschine wieder zufrieden in die Zelt-Garage neben der Eisfläche, erlischt auch das Licht des Traktors und es kommen die ersten Besucher. Mit der Beleuchtung und der fetzigen Musik erwacht die Magie des Eiszaubers zum Leben und die Gäste drehen ihre Runden und Pirouetten am frisch abgezogenen Eis.

Der Eiszauber ist noch bis Sonntag, 13. Februar, geöffnet.

Werbung