St. Pölten: Endspurt im Rennen um die Kulturhauptstadt. Am 12. November fällt Entscheidung. Wie es um St. Pölten steht und wie die Mitbewerber die Lage einschätzen.

Von Martin Gruber-Dorninger und Michaela Fleck. Erstellt am 01. November 2019 (04:45)
St. Pölten 2024

Wer Kulturhauptstadt Europas 2024 in Österreich wird, entscheidet sich am 12. November. Am Tag davor wird eine Jury, bestehend aus Kunsthistorikern, Kulturmanagern und Medienwissenschaftern, St. Pölten genau unter die Lupe nehmen. Bevor im Bundeskanzleramt der Austragungsort die dritte Kulturhauptstadt nach Graz und Linz bekannt gegeben wird, müssen die Kandidaten in einem Hearing noch Rede und Antwort stehen.

„Sicher“ sei ein Erfolg von St. Pölten nicht, meint man dazu in der Kulturabteilung des Landes. Schließlich hat der Jurybericht nach der ersten Bewerbungsrunde noch „große Herausforderungen“ beim „spezifischen kulturellen Profil“ konstatiert und eine „klarer ausgearbeitete künstlerische Vision“ eingefordert. 60 Projekte hat das St. Pöltner Bewerbungsteam daraufhin im zweiten Bid Book präzisiert und die Essenz aus über 300 Ideen.

Im neuen Bewerbungsbuch finden sich etwa der Domplatz oder auch das Glanzstoff-Areal als „Freiräume“, die man „ganz bewusst mit Kultur bespielen will“, so Michael Duscher, Geschäftsführer der NÖ Kulturlandeshauptstadt St. Pölten GmbH. Auch der Klangturm ist „ein Thema“, so Kulturabteilungsleiter Hermann Dikowitsch. Bei der ehemaligen Synagoge gehe es auch um „die Achse Innenstadt-Kulturbezirk“. Was man „auf jeden Fall“ realisieren will, ist das neue „KinderKunst Labor“.

Bis zur Entscheidung wird die NÖN in einem Countdown täglich ab 1. November ein mögliches Projekt für die Kulturhauptstadt vorstellen.