Corona in St. Pölten: Anspannung und Entspannung. Während sich die Situation in Schulen einspielt, bedeuten neue Maßnahmen für viele Veranstaltungen das Aus.

Von Caroline Böhm und Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 23. September 2020 (04:00)
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Das Coronavirus ist wieder retour, St. Pöltens Corona-Ampel steht weiterhin auf Gelb. Im Vergleich zur Vorwoche entspannte sich die Situation in der Landeshauptstadt ein wenig. Nachdem sich die Situation in St. Pöltens Schulen beruhigt hat, herrscht bei den Veranstaltern und Lokalbesitzern seit der Bekanntgabe der neuen Maßnahmen durch die Bundesregierung Verunsicherung.

Aktuell (Stand Montag) sind 30 St. Pöltner mit dem Coronavirus infiziert. „Wir haben die Situation weiter klar im Blick“, beruhigt Bürgermeister Matthias Stadler. Für eine Umstellung auf Schichtbetrieb im Magistrat gebe es keine Veranlassung.

Für HTL-Direktor Martin Pfeffel spielt sich die Situation langsam ein.
: Röhrer

Auch die Situation in den Schulen hat sich etwas entspannt. Zwei positiv getestete HTL-Schüler konnten bereits in die Schule zurückkehren, jetzt kamen jedoch noch zwei neue hinzu. Beide gehen in eine Abschlussklasse und haben einen milden Verlauf. Direktor Martin Pfeffel ist positiv gestimmt: „Die Situation spielt sich langsam ein. Wir leben jetzt damit.“ Auch an der HAK gibt es einen symptomlosen Corona-Fall. „Die Schüler sind nicht aufgeregt, das verläuft recht ruhig“, berichtet Direktor Thomas Huber von der betroffenen Klasse. Von 85 Prozent habe er schon negative Test-Ergebnisse. Die Klassen beider Schulen werden derzeit mittels „Distance Learning“ unterrichtet. Weitere Fälle an St. Pöltens Schulen gibt es laut Bildungsdirektion NÖ zum Redaktionsschluss nicht.

La Boom bleibt zu, Beislfest findet statt

La Boom-Geschäftsführer Andreas Brandstetter hofft auf versprochenen Fixkostenzuschuss.
privat

Nichts wird es mit einer Öffnung des La Boom. Geschäftsführer Andreas Brandstetter wollte Ende des Monats aufsperren, die neuen Regeln würden das aber nur schwer möglich machen. „Das ist sehr bitter, wir waren bereits für die ersten drei Wochen ausreserviert“, so der Nachtgastronom.

Er fürchtet, dass bald in allen Diskotheken die Lichter ausgehen könnten, sollte der von der Regierung zugesicherte Fixkostenzuschuss nicht kommen. Das Straßenkünstlerfestival „Bravissimo“ wird auf nächstes Jahr verschoben. Michael Bachel vom Veranstaltungsservice St. Pölten will hier kein Risiko eingehen. Das Straßenfestival war für das erste Oktoberwochenende geplant. „Durchziehen“ wollen an diesem Wochenende hingegen die Organisatoren das Beislfest. „Außer es kommt noch etwas dazu“, erklärt Martin Paul. Die Werbemittel seien bestellt, die Ausgaben bereits getätigt. Für ihn sind auch die teilnehmenden Beisl für die jeweilige Durchführung verantwortlich.