St. Pölten: Katze nach 16 Monaten wieder daheim. Verschollen war Stubentiger ,Rooney‘. Plötzlich tauchte er als Streuner in der Nachbarschaft seiner Besitzerin wieder auf.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 12. Februar 2021 (13:26)
Kater „Rooney“ ist nach 16 Monaten wieder daheim.
Brandstetter

Verschollen und doch so nah – das war der Kater der Wagramerin Kati Brandstetter. Nur wusste sie es nicht.

„Im Oktober 2019 war ,Rooney' plötzlich verschwunden“, erinnert sie sich. Via Facebook versuchte sie, Hinweise zum Verbleib ihrer Samtpfote zu bekommen, doch vergebens. Auch dem Tierheim St. Pölten meldete sie damals den Verlust. Doch ,Rooney‘ blieb unauffindbar. „Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben und war überzeugt, dass er tot ist, doch mein vierjähriger Sohn Ben meinte: ,Vielleicht kommt er ja doch wieder?‘ , erzählt sie. Und ihr Junior hatte Recht: ,Rooney‘ ist seit Donnerstag wieder daheim.

Dass er wieder zu seiner Familie gefunden hat, ist einem Zufall zu verdanken. Nur zwei Straßen weiter fütterte seit einiger Zeit Edith Leister gemeinsam mit Nachbarin Renate Haidl einen schwarz-weißen Streunerkater. Wem das Tier gehörte, wussten sie nicht; auch nicht, dass seit 16 Monaten in der Nähe eine gleich aussehende Katze vermisst wird. Eines Tages fragten die Tierfreunde dann eine Frau, die hier regelmäßig spazieren geht, ob sie vielleicht jemanden kennt, dem die Katze gehören könnte. Die junge Dame namens Lisa Raab erinnerte sich, dass ja ihre Tante ihren Kater vermisst. Und wirklich: Kurz darauf gab es die „Familienzusammenführung“. Die Streunerkatze wurde in eine Transportbox gepackt und zu Brandstetter gebracht. Sie erkannte ihren Kater, ein mittlerweile zehnjähriges Findelkind, sofort wieder. 

„Ich kann es noch gar nicht fassen, dass ,Rooney‘ wieder zu Hause ist. Ich habe zwar schon öfters gehört, dass Tiere nach langer Zeit wieder aufgetaucht sind, konnte es aber nicht glauben.“ ,Rooney‘ fühlt sich sichtlich wohl im alten Zuhause. Wo er in der Zwischenzeit gewesen ist, ob er wo Unterschlupf gefunden hatte oder eben nur als Streuner unterwegs war, steht nicht fest. Er wird aber künftig dennoch nicht eingesperrt. „Er darf natürlich wieder hinaus, aber im Moment fühlt er sich zu Hause sehr wohl“, freut sich Brandstetter und dankt den Findern.