Mobil-Labor wird stabil. Open-Air-Ausstellung zeigt die Zukunft der Vereinsgebäude im Sonnenpark St. Pölten.

Von Beate Steiner. Erstellt am 15. Juni 2021 (18:12)
Sonnenpark St. Pölten
Die Gäste wanderten am Eröffnungstag durch den Park und erfuhren von den Zukunftsvisionen für das Areal.
Katie Aileen

Das Mobile Stadtlabor ist in den Sonnenpark gekommen, um zu bleiben. Der Verein für Kunst, Kultur und Natur eröffnete die kreativen Container im Rahmen von Architekturtagen und gemeinsam mit einer Open-Air-Ausstellung. Diese führt in einem Parcours aus zwölf Stationen durch den Park und die Gebäude, die derzeit renoviert werden, gibt Einblick in den Planungsprozess und präsentiert auch Zukunftsvisionen für die Weiterentwicklung der Gebäude.

Das Mobile Stadtlabor spielt dabei eine große Rolle: Es bietet für die im Sonnenpark ansässigen Vereine nicht nur die perfekte Ausweichfläche während der Renovierung der Vereinsgebäude, „es dient auch als längerfristige Erweiterung des Raumangebots und ergänzt die bestehende Gebäudestruktur in einem spannenden baulichen Zusammenspiel, als wäre es schon immer für den Ort geplant gewesen“, erklärte Serena Laker, Geschäftsführerin des Vereins.

Sonnenpark St. Pölten
Bürgermeister Matthias Stadler, Architekt Peter Fattinger und Kulturamtsleiter Alfred Kellner informierten sich bei Agnes Peschta und Günter Pöck (v. l.).
Katie Aileen

Konzipiert und von Architekturstudierenden gebaut wurde das Mobile Stadtlabor für das future.lab der TU Wien bei einer Lehrveranstaltung des design.build-Studios. Dieses hatte Architekt Peter Fattinger initiiert, um Studenten und Studentinnen in die Praxis einzuführen und Projekte mit sozialem Mehrwert zu realisieren. Studierende treffen bei Projekten auf unterschiedliche soziale und kulturelle Räume und durchlaufen dabei in Teamarbeit alle Phasen des Baus.

Nach Stationen am Wiener Karlsplatz und im Stadtentwicklungsgebiet Neu Marx ist das Mobile Stadtlabor nun im Sonnenpark stationiert. Und hier schließt sich der Kreis: Denn Studierende von Peter Fattinger und Wolfgang Thanel entwickeln, ebenfalls im Rahmen einer design.build-Lehrveranstaltung, seit Oktober 2020 Pläne für die Adaption und Renovierung der beiden Vereinsgebäude im Sonnenpark in St. Pölten. Seit Mai dieses Jahres setzen die Jung-Architekten diese Pläne auch eigenhändig in den nächsten Monaten vor Ort um.

Mit einer Sound-Installation des Instituts für Medienarchäologie (IMA) klang der Tag im Sonnenpark aus. Aus der Perspektive elektronischer Künste und der neuen Musik stellen sich Sound-Künstler und Künstlerinnen die Frage nach der Verbindung zwischen Technologie und Botanik und kreieren Beziehungen zwischen Kreisläufen der Natur, musikalischen Kompositionen und natürlichen Zyklen: „Wie klingen Pflanzen?“

Im Sonnenpark begaben sie sich daher auf die Suche nach Klangerfahrungen, die sich mit biologischen Systemen und Strukturen verbinden.