Rekordzug „Connecting Europe Express“ in St. Pölten . Der „Connecting Europe Express“ hat heute auf seiner 20.000 Kilometer langen Reise von Lissabon quer durch Europa und fast alle EU-Staaten bis nach Paris Station in St. Pölten gemacht.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 09. September 2021 (19:43)
Rekordzug „Connecting Europe Express“ zu Gast in St. Pölten
ÖBB/ Marek Knopp

Der Sonderzug ist ein Projekt der EU-Kommission aus Anlass des Europäischen Jahres der Schiene. Im Mittelpunkt standen beim Halt die Bahnmitarbeiter:innen, die gerade im grenzüberschreitenden Verkehr vor großen Herausforderungen stehen.

Rekordzug „Connecting Europe Express“ zu Gast in St. Pölten
ÖBB/ Marek Knopp

Auf seiner 20.000 Kilometer langen Reise durch 26 EU Staaten sorgt der „Connecting Europe Express“ bei jedem seiner mehr als 100 Halte für Aufsehen. Auch in St. Pölten war das Interesse am internationalen Zug groß. Bislang gilt die Transsibirische Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok mit 9.000 Kilometern als die längste durchgehende Strecke der Welt. Das Ziel des „CEE“, der von der Europäischen Kommission auf Schiene gebracht wurde, ist Aufmerksamkeit für die Herausforderungen und Chancen im internationalen Bahnverkehr zu wecken. Er ist das sichtbarste Zeichen des Europäischen Jahres der Schiene, das die Bahn als nachhaltiges, sicheres und innovatives Verkehrsmittel stärken soll.

ÖBB stellen in St. Pölten Mitarbeiter:innen in den Vordergrund

Mehr als 40.000 Mitarbeiter:innen der ÖBB sorgen dafür, dass Fahrgäste und Güter täglich sicher und pünktlich an ihr Ziel kommen. Ihre große Verantwortung und die Begeisterung für ihre Arbeit wurde in St. Pölten in den Mittelpunkt gestellt. Als Anerkennung für ihre Leistungen sprach Michaela Huber, Vorständin ÖBB-Personenverkehr AG, stellvertretend den Mitarbeiter:innen ein großes Dankeschön aus. Große gemeinsame Herausforderungen warten: „Wir wollen als Unternehmen nicht nur Vorreiter im Kampf gegen den Klimawandel sein, sondern auch ein Symbol für die moderne Arbeitswelt und die richtigen Ziele für unsere Belegschaft setzen. Die international anerkannten Leistungen der ÖBB sind nicht zuletzt durch den Einsatz der vielen Mitarbeiter:innen möglich und spiegeln sich auch in der Zufriedenheit unserer Kund:innen wider.“

Niederösterreichs Landtagspräsident Karl Wilfing hebt die Bedeutung der ÖBB als verlässlicher Partner für den öffentlichen Verkehr hervor: „Die ÖBB haben sich europaweit als erfolgreicher Bahndienstleister etabliert – der Nightjet ist da ein herausragendes Beispiel. Für uns im Land Niederösterreich sind die Österreichischen Bundesbahnen vor allem ein wichtiger Partner im Bereich des öffentlichen Nah- und Regionalverkehrs. Hier verfolgen wir das gemeinsame Ziel, den Pendlerinnen und Pendlern ein funktionierendes Service anzubieten und ihnen die Nutzung der Bahn möglichst einfach und komfortabel zu gestalten.“ 

Engagierte Mitarbeiter:innen als Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs

Die Suche nach engagierten Mitarbeiter:innen ist eine zentrale Aufgabe der nächsten Jahre. Mit dem Generationenwechsel werden rund 10.000 neue Mitarbeiter:innen in allen Bereichen aufgenommen. Dazu setzen die ÖBB auch auf die eigene Lehrlingsausbildung, die in St. Pölten eine bereits 110-jährige Tradition aufweist sowie auf den neuen Bildungscampus in St. Pölten – ein österreichweites Kompetenzzentrum, in dem ab 2022 fachspezifische Aus- und Fortbildung auf höchstem Niveau stattfinden wird. Davon profitieren künftig gleichermaßen der ÖBB-Konzern und seine Mitarbeiter:innen, wie auch all jene Unternehmen und Kolleg:innen, die im Eisenbahnsektor in Österreich tätig sind.

Matthias Stadler, Bürgermeister St. Pölten: „Die Eisenbahn hat am Hauptknotenpunkt St. Pölten einerseits große historische Relevanz und andererseits wird hier im kommenden Jahr auch der neue ÖBB-Bildungscampus eröffnet, in dem bis zu 600 Fachkräfte täglich aus ganz Österreich geschult werden. Die Karrierechancen von der Landeshauptstadt aus sind damit wahrhaftig grenzenlos. Im Herzen Europas gelegen, ist St. Pölten zudem ein idealer Ausgangspunkt, um umweltfreundlich mit dem Zug die Welt zu entdecken.“

Franz Raidl, Landesvorsitzender-Stv. vida NÖ: „Ein international gut funktionierendes Schienennetz mit Anreizen und Unterstützungen zu schaffen, muss ein Auftrag für ganz Europa sein. Nur, wenn wir noch mehr Menschen zum öffentlichen Verkehr bringen und den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagern, können wir die Klimaziele erreichen. Dazu benötigen wir die notwendigen infrastrukturellen und politischen Voraussetzungen, damit die Bahn eine konkurrenzfähige Alternative zu PKW und LKW sowie zum Flugzeug ist, genauso, wie gut ausgebildetes und wertgeschätztes Personal, das sich in einer nachhaltigen Strategie quer über Europa wiederfinden kann.“

Die ÖBB unterstützen ihre Mitarbeiter:innen in ihrer Entwicklung und bieten Ausbildungen auf höchstem Niveau. Außerdem wird die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter:innen gefördert. Die Unternehmenskultur der ÖBB ist geprägt durch wertschätzende Zusammenarbeit und Chancengleichheit. Das Unternehmen ist sich seiner Verantwortung für Österreich und die Umwelt bewusst.