Musik weckte große Emotionen beim St. Pöltner Publikum. Die studierte Sängerin Ankathie Koi und Außnahmetalent Mavi Phoenix überzeugten mit ihren Stimmen im Festspielhaus.

Von Anna Maria Backnecht. Erstellt am 19. Oktober 2020 (11:26)
Hinter der Bühne im Festspielhaus: Mavi Phoenix und Ankathie Koi.
Andreas Prieling

Von Gänsehautmomenten über Sitztanz bis zu Rap-Handgesten – all das war dabei, beim Doppelkonzert von Ankathie Koi und Mavi Phoenix. Die Künstler versetzen das Publikum in Ekstase. Im Zuge des FM4 Konzertherbstes performten die beiden österreichischen Künstler unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen im großen Saal des Festspielhauses.

Ankathie Koi eröffnete den Gig gemeinsam mit ihrem Gitarristen. Sie performte drei Songs akustisch, begleitet von ihrem Pianisten. Während „Victoria“  betrat die restliche Band die Bühne und sorgte für einen musikalischen Höhepunkt. Mit Humor erklärte die Sängerin die Bedeutung ihrer Songs.

Der Sound erinnert an die 80er, gemixt mit Beats späterer Jahrzehnte. Kois kraftvolle Stimme – die sie gekonnt unter Kontrolle hat – brachte den Saal zum Beben. Mit „Hurricane“ und den Worten: „Wenn man uns eine Bühne nimmt, nimmt man uns viel mehr als nur eine Bühne, deshalb vielen Dank!“, übergab sie die Bühne an Mavi Phoenix.

Der junge Musiker startete mit „Boys Toys“ und füllte den Saal sofort mit seiner Power. Seine professionelle Art, Autotune, Rap und Trap zusammenzuführen, erinnert an Weltstar M. I. A.

„Es ist ein sehr persönliches Debütalbum, aber es ist wichtig, dass es so eine Art von Musik gibt“, erklärte der 25-Jährige. Das Album thematisiert sein eigenes Transgender-Coming-out. Spätestens bei dem Song „Choose Your Fighter“ spürte man seine tiefgründigen Emotionen im Selbstfindungsprozess. 

Mit „Aventura“, einer Nummer, die eigentlich immer zum Mitspringen anregt, riss der Rapper „die Hütte ab“. In Corona-Zeiten wippte das Publikum am Sitzplatz heftig mit. Selbst wenn das Hinterteil während der Konzerte im Sessel bleiben musste, tanzten die Herzen der Zuhörer.