Clubkultur trifft auf Theater-Monolog

Tim Breyvogel wechselt mit dem Stück „Steilwand“ zu alternativen Kulturorten in der Stadt. Premiere ist bei Lames.

Erstellt am 18. Februar 2020 | 04:00
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Die ehemalige Konerei der Glanzstoff-Fabrik, die renoviert wurde und in der seit Anfang Oktober die Provita Bildungs GmbH eingemietet ist, ist heuer Quartier für den vorweihnachtlichen Designmarkt XXL.
Foto: NOEN, privat

Mit „Steilwand“ verlässt das Landestheater die eigenen vier Wände und performt den von einem vielstimmigen Sound untermalten Monolog an unterschiedlichen Orten in St. Pölten. Die österreichische Erstaufführung des Stücks von Simon Stevens geht im „Schwarzen Raum“ des Kunst- und Kulturvereins Lames über die Bühne. Weitere Locations, wie zum Beispiel das Kesselhaus am Glanzstoffgelände, sind noch in Planung.

In „Steilwand“ erzählt Landestheater-Ensemblemitglied Tim Breyvogel die Geschichte von Alex, den ein unfassbares Ereignis in den eigenen Seelenabgrund stürzen lässt. Diesen Sturz beschreibt der Schauspieler verstärkt durch Techno-Musik: „Ich habe selbst als DJ aufgelegt. Das Meditative des Technos, das gemeinsame Erleben, habe ich dabei immer als sehr inspirierend empfunden. Mir fehlte aber immer eine inhaltliche Ebene. „Steilwand“ ist nun eine Möglichkeit, um diese Leere durch Theater mit Inhalt zu füllen. Dieses Experiment versuche ich stattfinden zu lassen“, erklärt Breyvogel. Als Musiker und Performer switcht er dabei zwischen Synthesizer, Klangreglern und der Erzählung.

„Das setzt auch für die Szene und die Stadt wichtige Impulse.“ Andi Fränzl, Lames-Obmann

Der Switch des Landestheaters zum Kulturverein Lames soll ein neues Publikum erschließen. „Hier können wir in eine Struktur eintauchen, die genau die Leute bespielt, die wir auch gerne bespielen würden, die aber nicht von selbst zu uns kommen“, freut sich der Schauspieler.

Nach der Premiere am Freitag, 28. Februar, 20 Uhr, legen St. Pöltner DJs auf, darunter Lames-Obmann Andi Fränzl alias DJ Lichtfels, der von der Kooperation begeistert ist: „Das setzt auch für die Szene und die Stadt wichtige Impulse.“