Beate Schrott wegen Doping-Kontrolle genervt. "Es wär nett, wenn bei den Kontrollen bedacht werden würde, dass Athleten neben dem Sport auch noch anderen Verpflichtungen nachkommen müssen!" In einem Posting auf ihrer offiziellen Facebook-Seite macht Leichtathletin Beate Schrott ihrem Ärger Luft.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 26. Juni 2019 (13:37)
Beate Schrott
NOEN, Erich Marschik

Sie schreibe diese Zeilen in der Hoffnung, dass die richtigen und zuständigen Leute sie lesen würden, heißt es in dem Posting, das die Maria-Anzbacherin am Mittwoch veröffentlicht hat. 

"Ich hatte heute um 9 Uhr einen Termin, für den ich das Haus um 8:15 Uhr verlassen hätte müssen", schildert Schrott. Dementsprechend habe sie ihr einstündiges Zeitfenster, das sie jeden Tag für mögliche Dopingkontrollen angeben müsse, von 6 bis 7 Uhr in der Früh gewählt.

"Mir ist klar und bewusst, dass Kontrolleure bis eine Minute vor 7 erscheinen können und dürfen - nichtsdestotrotz finde ich es nicht unbedingt respektvoll dem Athleten gegenüber, wenn man um 6:55 Uhr aufkreuzt, was heute der Fall war", ärgert sich die Sportlerin.

Man fühlt sich als Athlet in solchen Situationen ein bisschen ausgeliefert.

Sie sei dann 30 Minuten zu spät zu ihrem Termin gekommen, weil die Kontrolle 90 Minuten gedauert hätte: "Ich geh neben dem Sport arbeiten, weil es mir nicht mehr möglich ist vom Sport allein zu leben. Man fühlt sich als Athlet in solchen Situationen ehrlich gesagt ein bisschen ausgeliefert, und das ist der Grund, warum ich diese Zeilen schreibe", so Schrott weiter. Sie habe nämlich nicht die Option, die Kontrolle zu unterbrechen - denn dann würde sie sogar gesperrt werden.

Die Kontrolleure hätten rein theoretisch nichts falsch gemacht, betont Schrott, stellt aber gleichzeitig klar: "Wenn ich eh schon jeden Tag eine Stunde für Dopingkontrollen auffindbar sein muss, dann wäre es einfach cool, wenn man diese eine Stunde auch nützt."