Verschönerungsverein gibt in Pottenbunn endgültig auf. Wenig Nachwuchs und bislang ausgebliebenes „Danke“ der Stadt sind Gründe für Entscheidung von Obmann Füllerer.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 12. Februar 2020 (03:07)
Reinhard Füllerer nutzte sein Gewächshaus, um Pflanzen für ein schöneres Pottenbrunn heranzuziehen. Nach über 45 Jahren wird er den Verschönerungsverein auflösen.
Straubinger

„Wir fühlen uns von der Stadt im Stich gelassen, wir werden den Verein auflösen“, ist der Obmann des Verschönerungsvereins Pottenbrunn Reinhard Füllerer enttäuscht. Kein einziges Mal habe man sich zuletzt für die Bemühungen des Vereins bedankt. Und Anlass dazu hätte es mehrmals gegeben, denn in der 45-jährigen Geschichte des Vereins wurden einige Preise eingeheimst. Der bedeutendste wohl 1987, als Pottenbrunn den Titel „Schönster Ort Europas“ erhielt und eine Delegation zur Preisverleihung nach Irland eingeladen worden war.

Insgesamt fünfmal gewann Pottenbrunn dank der Arbeit des Verschönerungsvereins den Landestitel beim Wettbewerb „Blühendes Niederösterreich“, zuletzt 2014. In einem eigenen Gewächshaus zog Reinhard Füllerer mit seiner Gattin Resi diverse Blumen groß, um sie dann in den Rabatten am Straßenrand einzusetzen und Pottenbrunn erblühen zu lassen. Doch nun soll alles enden. „Die Mitglieder des Vereins werden nicht jünger. Viele sind bereits über 80 Jahre alt. Anerkennung gab es für unsere Arbeit auch schon lange keine mehr“, beklagt Füllerer.

Künftig wird die Stadt die Pflege der Rabatten übernehmen müssen, beispielsweise an den Außenbereichen des Schlosses sowie der Schlossallee.

Seitens der Stadt wird die Auflösung bedauert. „Wir wissen das langjährige Engagement des Vereins sehr zu schätzen. Wir danken Reinhard Füllerer und seinem Team für seinen Beitrag an der Gesellschaft und für ein schönes St. Pölten“, heißt es aus dem Rathaus.