Mit „Vollgas“ plant Harry Jenner das Frequency 2021. Ankündigung der Bundesregierung lässt Festival-Organisator hoffen. Die Vorbereitungen dafür laufen, die Stadt bremst noch.

Von Martin Gruber-Dorninger und Max Steiner. Erstellt am 02. Juni 2021 (06:02)

„Na bumm, ich glaub, es schaut so aus, als müsste ich wieder was hackeln“, reagiert Frequency-Organisator Harry Jenner auf die Ankündigung von Bundeskanzler Sebastian Kurz, ab 1. Juli wieder Veranstaltungen mit stehendem Publikum zu erlauben. Zudem soll es keine Besucherobergrenze mehr geben.

Voraussetzung wäre auch hier die 3G-Regel (geimpft, getestet oder genesen). Das würde nach Interpretation Jenners das Frequency von 19. bis 21. August in St. Pölten erlauben. Während sich Jenner bereits „mit Vollgas“ in die Arbeit stürzt, ist man in der Stadt St. Pölten noch vorsichtig.

Geht es nach Harry Jenner, wird am Samstag, 21. August, Bilderbuch das 20. Frequency beschließen. Dass Verordnungen der Bundesregierung dem Vorhaben vorzeitig ein Ende bereiten könnten, glaubt Jenner nicht: „Wir bereiten alles so vor, als würde es grünes Licht für die Veranstaltung geben.“ Mit den Musikern sei er permanent in Kontakt. „Die Headliner sind alle fix, ebenso die meisten anderen Bands. Mit ein paar sind wir noch am Abklären“, so Jenner.

Wenige Restkarten sind noch übrig

Jenner drängt beim Kauf der Festivalpässe zur Eile. Die Tickets von 2020 konnten durch Swap-Tickets getauscht werden. Ein paar Vorverkaufskarten seien aber noch erhältlich. „In ein paar Tagen sind wir sicher ausverkauft“, ist sich Jenner sicher. Das Festival sei für St. Pölten eine Riesenchance. „Ganz Europa wird auf diese Weltsensation blicken.“

Die Gespräche mit der Stadt seien schon am Laufen, in die Details werde man aber erst in den nächsten Wochen gehen. Abwartend reagiert man in der Stadt St. Pölten, sichert dem Organisator Harry Jenner aber große Unterstützung zu. „Wir werden die Situation ganz genau beobachten, um dann im Rahmen der jeweils geltenden Bestimmungen die Pläne des Veranstalters im Detail durchzugehen, und selbst auch konkrete Konzepte ausarbeiten“, erklärt Thomas Kainz vom Medienservice.

Neben der Top-Band Bilderbuch sollen etwa die Rapper RAF Camora und die Indie-Band AnnenMayKantereit in St. Pölten. Auch das Camping könnte für die Zehntausenden von Besuchern am Green-Park-Festivalgelände dann möglich sein.

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