St. Pölten

Erstellt am 09. November 2018, 12:07

von Mario Kern

Weiterentwicklung für das Festspielhaus. Gebäude soll in nächsten Jahren weiterentwickelt werden, um mit Europas Spitzenhäusern Schritt zu halten.

In den nächsten Jahren soll dasFestspielhaus fit gemacht werden für die weitere Zusammenarbeit mit Europas Spitzen-Tanzhäusern.  |  Daniel Retzschitzegger

„Um weiter in der ersten Liga erfolgreich mitspielen zu können, müssen wir etwas tun“, sieht Geschäftsführer Thomas Gludovatz Handlungsbedarf, damit das Festspielhaus Kulturhauptstadt-fit wird. Die Einrichtung habe über die letzten Jahre ein Netzwerk aufgebaut und sich „von der Landesliga in die Champions League katapultiert“. Kooperationen mit Tanz-Spitzenhäusern wie dem Sadler’s Wells Theatre in London oder Häusern in Paris und Brüssel würde davon zeugen, so Gludovatz.

Um den Standard zu halten, sieht Gludovatz eine Weiterentwicklung als unumgänglich. Daher sollen etwa die Schnürböden aus produktions- und sicherheitstechnischen Gründen nicht mehr per Hand bewegt, sondern per Computer gesteuert werden. Zudem müssten die Portale saniert werden. „Für das Foyer braucht es ein zeitgemäßes witterungs- und zugluftfestes Konzept.“ Im Zuge der Adaptierungen wolle man auch unterfahrbare Kassen installieren, um dem Behindertengleichstellungsgesetz Genüge zu tun.

Spielbetrieb soll kaum eingeschränkt werden

Die Haus-Substanz selbst sei nach 21 Jahren noch in exzellentem Zustand, betont Thomas Gludovatz. Die Bewerbung

St. Pöltens als Kulturhauptstadt sei nur ein Nebenaspekt. „Wir müssen nicht wegen, aber doch im Hinblick auf das mögliche Kulturhauptstadt-Jahr 2024 handeln.“

Mit der Gebäudeverwaltung des Landes sei man in bestem Einvernehmen. „Es gab sehr gute Gespräche, wir hoffen auf eine positive Entscheidung durch die zuständigen Gremien.“ Bei grünem Licht soll die Ausschreibung für die Adaptierung so rasch wie möglich starten. Beschlossene Sache sei bereits, dass der Spielbetrieb so wenig wie möglich eingeschränkt werden soll, so Thomas Gludovatz. „Es kann auch sein, dass wir deswegen die Arbeiten auf zwei Etappen aufteilen.“