„Systemsprenger“ als Herausforderung. FH St. Pölten: Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutierten über sogenannte „Drehtür-Klienten“.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 28. November 2020 (03:01)
FH St. Pölten
Steiner

Nicht für alle Kinder und Jugendlichen sind Systeme geeignet. Massive Probleme in der Zusammenarbeit und im Zusammenleben sowie Betreuungsabbrüche und Exklusion sind die Folge. Der sozialpädagogische Fachtag widmete sich heuer sogenannten „Drehtür-Klienten“ oder „Systemsprengern“.

„Die Herausforderungen und die Ressourcen, die diese Kinder und Jugendlichen aufzeigen, können von zentraler Bedeutung für die Weiterentwicklung von Angeboten und Strukturen sein“, erklärt Christine Schmid, Leiterin des Lehrgangs „Sozialpädagogik“. Organisiert wurde die Online-Veranstaltung von der Fachhochschule St. Pölten und dem Sozialpädagogischen Betreuungszentrum (SBZ) Schauboden. Über 300 Menschen nahmen teil, darunter unterschiedliche Berufsgruppen, Initiativen und Entscheidungsträger.

Fachlicher Austausch für qualitative Betreuung

Neben inhaltlichem Input bot der Fachtag die Möglichkeit für Austausch und Vernetzung. Sabine Sommerer, Direktorin des SBZ Schauboden, hält solche Formate für unumgänglich: „Wir haben oft mit Kindern und Jugendlichen zu tun, bei denen wir mit der Betreuung in sozialpädagogischen Wohngruppen an Grenzen stoßen. Unsere tägliche Herausforderung ist es, neue kreative und individuell angepasste Betreuungsformen zu finden, die eine positive Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ermöglichen.“

Außerdem startete ein neues Lehrforschungsprojekt: In den kommenden zwei Jahren erforschen Masterstudierende etwa Best-Practice-Beispiele aus dem In- und Ausland.