Pyhras Schüler werden bei Eingang getestet. Seit Schulbeginn wird in Pyhra am Eingang von Volksschule und Mittelschule Fieber gemessen. Die Messungen werden von der Gemeinde durchgeführt, sind aber nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Von Martin Gruber-Dorninger und Lukas Kalteis. Erstellt am 16. September 2020 (03:25)
shutterstock.com

Einige Eltern wehren sich nun dagegen und verfassten ein Formular, wonach an ihren Kindern keine Messungen durchgeführt werden sollen. Sie drohen sogar mit Anzeige, sollte weiterhin gemessen werden.

„Hiermit untersage ich der zuständigen Schulleitung oder jeder anderen Person, im Rahmen des Schulbetriebes und im Zuständigkeitsbereich der Schule, an meinem Kind Vornahmen an dessen Körper ohne meine ausdrückliche Zustimmung“, so der Wortlaut auf dem Formular. Auf NÖN-Nachfrage bei der Schuldirektion wird bestätigt, dass keine derartigen Messungen angeordnet seien. „Ich habe vor Schulbeginn den Lehrern eindeutig gesagt, dass sie nicht Fieber messen sollen“, erklärt Abteilungsleiterin der Bildungsregion IV Brigitte Schuckert. Die Messungen in Pyhra wurden aber nicht von Lehrpersonen, sondern von Gemeinde-Mitarbeitern durchgeführt.

„Als Schulerhalter wollen wir die Corona-Ampel so lange wie möglich auf Grün halten und unsere Gemeindebürger bestmöglich schützen“, rechtfertigt Bürgermeister Günter Schaubach die Messungen. Die Testungen seien mit der Bezirksverwaltungsbehörde abgestimmt und man habe bisher gute Erfahrungen gemacht. Sollte bei einem Kind eine erhöhte Temperatur nachgewiesen werden, wird es in einen separaten Raum geführt und nach einiger Zeit noch einmal getestet und erst dann werden die Eltern verständigt. „Es geht um die Gesundheit und den Schutz der Kinder, der Lehrer und der Gemeindebediensteten im Kindergarten. Daher appelliere ich an die Eltern, die Kinder testen zu lassen“, so Schaubach.