Firma, Tiere, Baumzucht. NÖN-Serie / Was wurde aus Dachdeckermeister Ing. Gerhard Gregorites (59), St. Pölten? Ein sportlicher Opa mit einer Tierfarm in seiner Firma und einer exotischen „Baumschule“.

Erstellt am 10. Dezember 2012 (10:40)
NOEN

ST. PÖLTEN / Zwischen Himmel und Erde ist der St. Pöltner Dachdeckermeister Ing. Gerhard Gregorites (59) seit fast 40 Jahren beruflich angesiedelt. 30 Mitarbeiter festigen den guten Ruf der Firma, der auf dem Chef gründet. In dem haben Lieferanten wie Prefa, Bramac und Eternit und Kunden wie Diözese, Voith oder Genossenschaften einen verlässlichen Partner, der auch bei vielen Private dafür gesorgt hat, dass diese ein gutes Dach über ihrem Kopf haben.

„In der Schule war ich ein Lauser, der Beruf war durch meinen Vater vorgegeben“, betreibt der Kremser HTL-Maturant neben der Dachdeckerei eine kleine Arche Noah mit Schafen, Enten, Hühnern und Jagdbegleiter Hund Salka. Daneben hat der er einen paradiesischen Garten, der auch die Handschrift von Gattin Eva trägt und eine exotische Baumzucht mit großer Farbenpracht und biologischen Zitrusfrüchten.

Im Betrieb spürt man sein Management, setzt man auf Termintreue, Ordnung und Qualität. Das dürfte der Chef vom Bundesheer mitbekommen haben. Das weiß auch seine Familie mit Gattin Eva zu schätzen. Sie hatte Gerhard Gregorites 1973 bei einer Silvesterparty entdeckt, zwei Jahre umworben und schließlich 1975 geheiratet. Zwei Söhne und drei Enkelkinder machen den glücklichen Gregorites-Familienclan aus.

Nach einem Unfall seiner Gattin war der Opa vorübergehend zum Koch geworden und lernte auch die Hausarbeit kennen. Es ist ihm aber lieber, wenn seine Eva das Haushaltsregiment führt und ihm Hirschbraten mit Knödeln und einem „Achterl“ serviert. Dafür revanchiert sich der passionierte Jäger fast täglich mit Kaffeehausfrühstück und gemeinsamem Mittagessen.

Die Jagd und Skifahren mit den Enkeln, manchmal auch Chauffeur für diese, zählen zu den Hobbys des Opas. Dazu Reisen mit der Gattin, Bergwandern und natürlich die Tier- und Baumzucht. „Gerli“ wurde er früher gerufen. Heute hört der Meister gut, wenn Familie, Mitarbeiter und Freunde Wünsche haben. Diese bewundern seinen Arbeitseinsatz, seinen Langmut und glauben ihm, wenn er sagt: „In einem neuen Leben würde ich alles wieder so machen.“

Franz Inreiter folgt den Spuren St. Pöltner Persönlichkeiten, die einst im Rampenlicht standen.

02742/74463, f.inreiter@noep.at

Schon als Kind war Dachdeckermeister Ing. Gerhard Gregorites (59) aus St. Pölten ein radelnder Tierfreund. Blieb dies bis heute.

Neben dem Beruf zwischen Himmel und Erde gönnt sich Gerhard Gregorites eine kleine Tierfarm, wird wegen seiner Baumzucht beneidet.