Grätzel-Plan bis Ende Mai. Machbarkeitsstudien für Häuser sollen bald fertig sein. „Knick“ in der Linzer Straße könnte zum Ort der Begegnung werden. Für Bürgerspitalfonds-Haus wird Gutachten eingeholt.

Von Mario Kern. Erstellt am 15. März 2017 (04:00)
NOEN, Effekt für weitere Ideen.
Mit ersten konkreten Plänen für Liegenschaften in der Linzer Straße hofft Grätzel-Plan-Entwickler Andreas Aichberger auf einen Domino-

Mit den Machbarkeitsstudien für Liegenschaften in der Linzer Straße könnte bis Ende Mai auch der Grätzel-Plan vor der Fertigstellung stehen. Das ist das Ziel von Architekt Andreas Aichberger, der die Ideen der Liegenschaftseigentümer und der Stadt koordiniert.

„Der ‚Knick‘ der Linzer Straße hätte Potenzial für einen städtebaulichen Knoten“

Derzeit bearbeitet Aichberger Vorschläge in Richtung zeitgemäßes Wohnen, Sanieren und auch Dachgeschoß-Ausbauten. Mit dem Mary-Ward-Institut werden Möglichkeiten erörtert, den Bereich zwischen dem historischen Gebäude und der Noch-Heimat der Polizeiinspektion Rathaus gegenüber zu gestalten.

„Der ‚Knick‘ der Linzer Straße hätte Potenzial für einen städtebaulichen Knoten“, betont Aichberger. „Wir müssen ausloten, wie man dem Platz mehr Bedeutung zumessen und die Aufenthaltsqualität steigern könnte.“ Erste Ideen zur Gestaltung gebe es bereits: Die Parkplätze vor der Polizei werden bald verschwinden, eine Sanierung des denkmalgeschützten Mary-Ward-Gebäudes wird in Erwägung gezogen.

Die ersten "Schritte" werden noch in diesem Jahr gesetzt

Erste Maßnahmen in der Linzer Straße sollen noch in diesem Jahr folgen: Die Bühne im Hof verlegt ihren Eingang zurück auf diese Seite, die Abbruchgenehmigung für das „Kohn-Haus“ in der Linzer Straße 20 wurde dem Vernehmen nach bereits beantragt, die Stadtbibliothek und die bald verlassene Polizei-Inspektion werden ins Rathausprojekt integriert und das ehemalige Pressehaus wird in einen Wohnbau verwandelt.

Verzögern könnte sich indes die Sanierung des Bürgerspitalfonds-Haus. Grund ist ein Verkehrswertgutachten für die Liegenschaft, das die Verantwortlichen für weitere Entscheidungen einholen. „Über einen Zeithorizont lassen sich noch keine seriösen Aussagen treffen“, erklärt Heinz Steinbrecher vom städtischen Medienservice.