Frequency-Organisatoren tadeln St. Pölten

Ewald Tatar und Harry Jenner loben Wiener Neustadt und Bürgermeister Klaus Schneeberger für Mut wegen Durchführung des Nova Rocks Encore. Von der Landeshauptstadt fordern sie mehr Mut.

Martin Gruber-Dorninger
Martin Gruber-Dorninger Erstellt am 25. September 2021 | 11:09
Ewald Tatar
Ewald Tatar
 
Foto: Heimo Spindler

„Beste Grüße vom ,Superspreader Festival - NOVA ROCK Encore‘ schreibt Festival-Intendant Ewald Tatar auf Facebook sarkastisch. 14 Tage nach Durchführung des Festivals in Wiener Neustadt wurde eine Corona-Infektion gemeldet. Zudem zwei positive PCR-Tests bei Besuchern, die somit am Festival nicht teilnehmen konnten.

Tatar konnte es sich nicht verkneifen einen Seitenhieb Richtung St. Pölten auszuteilen. Dort wurde Ende Juli eine Verordnung erlassen, die eine Abhaltung des Frequency Mitte August verhinderte. „Ich unterstelle hier mal ganz direkt, dass man in puncto Festival genauso viel wusste, wie ich von der Quantenphysik, nämlich gor nix“, so Tatar. Weiters macht er seinem Ärger Luft,

dass man sich in St. Pölten derart verunsichern hat lassen. „Sorry, aber es wird echt Zeit, dass Politiker langsam wieder mehr Rückgrat und Mut an den Tag legen und nicht nur diese taktisch-nervige Wischi-Waschi Politik betreiben. Und damit meine ich die Politik allgemein.“

Dem pflichtet Frequency-Organisator Harry Jenner ebenfalls auf Facebook bei: „Nicht reden, machen.“

Seitens der Stadt St. Pölten zeigt man sich gelassen. Es sei schon ein großer Unterschied ein Festival einen Tag lang mit 15.000 Personen abzuhalten und einem Frequency mit 50.000 Menschen an vier Tagen mit Camping, so Thomas Kainz. „In St. Pölten setzen wir im Kampf gegen das Coronavirus immer noch auf Sicherheit und Zusammenhalt.“