Parteitag wählte einen Neuen an die ÖVP-Spitze im Bezirk St. Pölten

Martin Michalitsch legte Funktion zurück. Fritz Ofenauer wird mit fast 100 Prozent zum Obmann der Bezirkspartei gewählt.

Erstellt am 17. November 2021 | 05:57
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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und der langjährige Obmann Martin Michalitsch gratulierten dem neuen Bezirksobmann der ÖVP Friedrich Ofenauer (v. l.).
Foto: ÖVP

13 Jahre lang war Martin Michalitsch als Obmann das Gesicht der Bezirks-ÖVP. Jetzt hat die Volkspartei den bereits in der NÖN angekündigten Wechsel vollzogen.

Nachdem der 60-jährige Eichgrabener seine Funktion zurückgelegt hatte, wählten die Mitglieder mit 99 Prozent der Stimmen dessen bisherigen Stellvertreter Fritz Ofenauer zum neuen Obmann. Der 48-Jährige ist Bürgermeister von Markersdorf-Haindorf und sitzt seit 2013 im Nationalrat.

„Ein toller Vertrauensbeweis in einer Zeit, in der es Einigkeit braucht.“Ofenauer über seine Wahl

„Der gesamte Vorstand ist mit annähernd 100 Prozent gewählt worden. Das ist ein toller Vertrauensbeweis in einer Zeit, in der es Einigkeit braucht“, freut sich Ofenauer. Auf dem, was sein Vorgänger geleistet hat, will er aufbauen und einiges weiterentwickeln.

Wichtige Themen der Michalitsch-Ära seien der Ausbau der Pflegeheime und der Mariazellerbahn sowie die Vergrößerung des Bezirks gewesen. Die Vernetzung möchte Ofenauer weiter vorantreiben. „Der Bezirk ist sehr vielfältig – von urbanen Gegenden bis zum Land. Wir wollen wechselseitig die Vorteile und das Wissen nutzen und voneinander lernen“, sagt der neue Bezirksobmann.

Michalitsch überlegt noch wegen Antritt bei NÖ-Wahl

Schön und intensiv sei seine Zeit als Obmann gewesen, zieht Martin Michalitsch Bilanz. Eine Vielzahl von Wahlen gab es in Vorbereitung und Organisation zu betreuen. „Die Integration des Teilbezirks Purkersdorf war eine große Sache und ist gut gelungen“, meint er.

Der Austausch der Teilregionen und der Zusammenhalt seien ihm immer wichtig gewesen: „Mein Bestreben war, das Miteinander, das Bezirksbewusstsein zu stärken.“ Gerade weil der Bezirk so groß und vielschichtig ist, sei das eine Herausforderung.

Diese Vielfalt zeigen auch die neuen Stellvertreter: Landwirtin Doris Schmidl aus St. Margarethen, ÖVP-Klubobmann Florian Krumböck aus St. Pölten und Unternehmerin Katharina Alzinger-Kittel.

Sein Amt als Bürgermeister von Eichgraben hat Martin Michalitsch bereits 2019 abgegeben. Dass er bei der Landtagswahl 2023 noch einmal kandidiert, schließt der ÖVP-Abgeordnete aber nicht aus.