Geberit investiert vier Millionen in Zukunft. Werksstrategie | Arbeitsprozesse sollen durch Investition effizienter gestaltet und damit der Mitarbeiterstand langfristig gehalten werden.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 16. Juni 2014 (11:06)
Geberit-Chef Helmut Schwarzl.
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Kein Stein auf dem anderen bleiben soll bei Geberit in Pottenbrunn, wenn es nach Geschäftsführer Helmut Schwarzl geht. Im Rahmen der Werksstrategie 2016 werden die Prozesse und Organisationsstruktur optimiert.

„Ziel ist es, die Effektivität und Effizienz der Arbeit, die Durchlaufzeit der Produkte und die Flexibilität bei Prozessen und Abläufen zu steigern, da die Aufträge immer kurzfristiger platziert werden und größeren Schwankungen unterliegen“, erklärt Schwarzl. Mit dieser Strategie wolle sich Geberit zu einem „best practice“-Standort entwickeln. Das komplette Prozesslayout wird dafür verändert, was sich der Sanitär-Spezialist rund vier Millionen Euro kosten lässt.
Aktuell sind bei Geberit in Pottenbrunn insgesamt 370 Mitarbeiter beschäftigt, in der Vertriebsgesellschaft weitere 59. Kurzfristig werde sich am Personalstand nichts ändern. „Langfristig sind wir bestrebt, neue Produkte für den Standort zu gewinnen, um trotz der notwendigen Effizienzsteigerung und Rationalisierung den Mitarbeiterstand zu halten oder noch auszubauen“, führt Schwarzl aus.

Großen Wert legt Geberit aber nicht nur auf die Steigerung der Effizienz, sondern auch auf die Ausbildung künftiger Fachkräfte. Erst im Vorjahr wurde ein neues Ausbildungszentrum errichtet. Derzeit werden in Pottenbrunn 17 Lehrlinge in technischen und kaufmännischen Berufen ausgebildet – im Herbst soll auf 20 aufgestockt werden.
Stolz ist Schwarzl auch darauf, dass Geberit den Jahrgangsbesten im Lehrberuf Kunststofftechnik stellt. Grundlage für Erfolge wie diese sei, dass einmal pro Woche Theorie gelehrt und die Lehrlinge durch persönlichkeitsbildende Maßnahmen gefördert würden sowie durch positive Gruppendynamik der Ehrgeiz angespornt werde.