St. Pöltner Spitzenkandidaten stehen fest. FPÖ-Obmann tritt an erster Stelle an. KPÖ jagt noch Unterstützungserklärungen, Plattform überlegt noch.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 02. Dezember 2020 (04:31)
Klaus Otzelberger hat eine Liste mit zehn FPÖ-Kandidaten erstellt.
privat

Markus Hippmann (rechts), in den vergangenen Monaten fraktionslos imGemeinderat, schließt sich der SPÖ-Fraktion um Bürgermeister Matthias Stadler an. Der Stadtchef will damit die „grüne Handschrift“ seiner Partei verstärken. In der Gemeinderatssitzung sorgte der Wechsel gleich für einige Aufregung.
SPÖ St. Pölten

Matthias Stadler (SPÖ), Matthias Adl (ÖVP), Christina Engel-Unterberger (Grünen) und Nikolaus Formanek (NEOS) standen bereits als Spitzenkandidaten fest. Am Dienstag gesellte sich auch noch Klaus Otzelberger (FPÖ) zu dieser Runde.

Letzte Woche wurden Gerüchte laut, wonach Landtagsabgeordnete Vesna Schuster als Spitzenkandidatin für die FPÖ in die Gemeinderatswahl ziehen könnte. Das wurde widerlegt, denn die Liste von Stadtpartei-Obmann Klaus Otzelberger wurde nun auch von der Landesorganisation abgesegnet. Er wird an der Listenspitze stehen, gefolgt von Stadtrat Martin Antauer. An dritter Stelle kandidiert Sozialsprecherin Irene Höfner, Vierter auf der Liste ist Gemeinderat Robert Jüptner-Jonstorff, gefolgt von Robert Steidl. Seniorenring-Obmann Johann Krendl kandidiert auf dem sechsten Platz. Gemeinderätin Jennifer Köhler auf sieben, der ehemalige Gemeinderat Alexander Hell auf acht.

Die Plätze neun und zehn bekleiden der aktuelle Gemeinderat Fritz Dutter und Christa Pfleger.

KPÖ hat bereits Hälfte der Unterstützer

Offen sind hingegen noch die Kandidaturen der KPÖ und der Bürgerplattform. Die Liste KPÖ- Plus ist derzeit auf der Suche nach Unterstützungserklärungen. 84 St. Pöltner müssen für jede Liste unterschreiben. „Bisher haben wir etwa die Hälfte. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir das schaffen werden“, erklärt NÖ-Sprecherin Christiane Maringer. Die KPÖ will als offene Liste antreten. Kandidaten dafür werden ebenfalls noch gesucht.

Mitglieder der Bürgerplattform Doris Trubert-Exinger, Martin Nagl, Karl Paris, Marie-Luise Scholler und Ulrike Zöchling (von links) besprechen die Lage des Altoona-Parks mit dem ehemaligen Stadtgärtner Hans Pelzer (links).
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Ob die Bürgerplattform mit Obfrau Ulrike Zöchling antritt, ist weiterhin offen. „Es wird aktuell noch das Für und Wider abgewogen und Gespräche geführt“, so Zöchling. Zudem seien die Finanzmittel eine ernst zu nehmende Frage, ob sich die Plattform einen Wahlkampf leisten kann.