Stunde der Antworten - Samuel Seitz (KPÖ). Samuel Seitz (KPÖ) gibt Antworten auf die Fragen, die St. Pölten bewegen.

Von Red. St. Pölten. Erstellt am 23. Januar 2021 (08:00)
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Was kann St. Pölten aus der Corona-Krise lernen?

Die Krise zeigt, welche Berufe die Basis fürs Leben bilden. Krankenschwestern, Pfleger, Postler oder Verkäufer müssen höher geschätzt werden. Das heißt, sie bei kürzeren Arbeitszeiten besser zu bezahlen. Und es ist wichtig, die Solidarität in der Gesellschaft zu stärken.

Wird zu viel gebaut?

Ja, und von den falschen Bauträgern. Vor dem Neubau muss der Leerstand durch eine Leerstandsabgabe beendet werden. Das schont ökologische Nischen, die Rückzugs- und Erholungsräume sind. Wenn Wohnbau, dann fordern wir Gemeindebau.

Wie kann man St. Pölten noch sicherer machen?

Eine gute soziale Infrastruktur, die Probleme schnell löst, ist nötig. Hier setzt unsere Forderung nach einem „Aktivpass“ an. Unbürokratisch und für alle Menschen erreichbar, beugt er Armut vor und integriert alle in das vielfältige Leben der Stadt.

Was kann man tun, um St. Pölten lebenswerter zu machen?

Den Hochpreis-Bauboom aussetzen und dafür Gemeindebauten errichten. Wohnen billiger machen. Öffis durch einen dichteren Takt stärken. Fuß- und Radwege schaffen. Allen die Möglichkeit geben, an kultureller, sportlicher, gesellschaftlicher Vielfalt der Stadt teilzuhaben.

S-Bahn oder S 34?

S-Bahn! Jede zusätzliche Straße bringt stärkeres Verkehrsaufkommen. Umweltfreundlich und sozial kann nur ein gut ausgebauter und kostengünstiger öffentlicher Verkehr sein. Das stärkt die Lebensqualität der Stadt.

Alle Infos zur Gemeinderatswahl in St. Pölten auf einen Blick: https://www.noen.at/gemeinderatswahl