Genügend Parkplätze beim Sommerbad. In einem Monat beginnen die Bauarbeiten für das neue Sommerbad. Aufgrund der extremen Hitze wird das Bad regelrecht gestürmt. Ein an mehreren Tagen durchgeführter Lokalaugenschein bestätigt die Meinung der Experten: Zusätzliche Parkflächen sind nicht notwendig.

Erstellt am 09. August 2013 (13:10)
Selbst am heißesten Tag des Jahres mit Rekordbesuch sind in unmittelbarer Nähe des Sommerbades Parkplätze frei.
NOEN, mss/Vorlaufer
„In den letzten Wochen hat Stadtrat Hermann Nonner die Errichtung von zusätzlichen Parkplätzen beim Sommerbad gefordert. Überholte und teilweise unrichtige Argumente werden trotzdem nicht richtig, nur wenn man sie gebetsmühlenartig ständig wiederholt. Selbstverständlich wurde die Parkplatzsituation für das neue Sommerbad eingehend geprüft, mit dem Ergebnis, dass zusätzliche Abstellflächen nicht notwendig sind“, hält Bürgermeister Mag. Matthias Stadler fest.
 

Genug Parkplätze trotz Rekordbesuch

Das St. Pöltner Sommerbad verzeichnet in diesen Tagen bei Temperaturen um die 40o C mit bis zu 2.100 Badegästen pro Tag einen Rekordbesuch. Da werden natürlich auch Parkplätze benötigt. In der Jahnstraße auf dem Areal der EVN steht ein Parkplatz mit 40 Stellplätzen, in der Kranzbichlerstraße beim ehemaligen Forum-Kino ein Parkplatz mit 30 Stellflächen und etwas weiter entfernt 135 Parkplätze beim Voith-Platz zur Verfügung, um den Spitzenbedarf an besonders heißen Tagen abzudecken. Der Großteil der Fahrzeuge kann in den Straßenzügen rund um das Sommerbad abgestellt werden. Ein in dieser Woche an mehreren Tagen und zu verschiedenen Zeiten durchgeführter und mit Fotos dokumentierter Lokalaugenschein hat ergeben, dass selbst bei Rekordhitze in einem „Jahrhundertsommer“ die vorhandenen Parkflächen bei weitem nicht voll ausgelastet sind.
 
Zu beobachten ist allerdings, dass die allermeisten Badegäste mit dem Rad oder zu Fuß ins Bad kommen. Durch die ideale Anbindung des Sommerbades an das Radwegenetz ist das nicht nur vernünftig sondern auch ein nicht zu unterschätzender Beitrag zum Umweltschutz, zur Ozon- und Feinstaubvermeidung. Einige Badegäste kommen auch mit dem LUP.
 

Kurzzeitige Verkehrsregelung als Parkplatz-Lösung

Für das neue Sommerbad rechnet man bei besonders guten Witterungsbedingungen mit rund 2.500 BesucherInnen pro Tag. Bei einem erhöhten Parkplatzbedarf kann – ähnlich wie bei den Spielen des SKN am Voithplatz, die von bis zu 8.000 Fußballfans besucht wurden – durch eine entsprechend Verkehrsregelung mit Einbahnführung in den Straßenzügen rund um das Sommerbad noch zusätzlicher Parkraum geschaffen werden. „Das ist für die wenigen Tage im Jahr, an denen eine erhöhter Parkplatzbedarf besteht, eine sinnvolle und kostengünstige Lösung“, meint Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und rechnet vor: „Die Errichtung eines Auto-Abstellplatzes kostet durchschnittlich rund 5.000 Euro. Für 100 Parkplätze muss man zumindest mit Kosten von einer halben Million Euro rechnen, Grundstückskosten nicht mit eingerechnet. Für die kurze Zeit eines Spitzenbedarfs so viel Geld auszugeben und wertvolle innerstädtische Grünflächen einem Parkplatz zu opfern halte ich keinesfalls für sinnvoll und notwendig.“
 
x
NOEN, mss/Vorlaufer


Auch bei den St. Pöltner Seen, die zu einem sehr großen Teil von Gästen aus dem Umland besucht werden, ist an besonders heißen Tagen der Parkraum knapp. Auch hier werden für die Zukunft geeignete Verkehrsregelungen für die umliegenden Straßen angedacht.
 
„Das Ziel ist es, den öffentlichen Verkehr, das Fahrrad und den Fußgängerverkehr im Freizeitbereich zu forcieren. Mehr Parkplätze beim Sommerbad oder an den St. Pöltner Seen würden nicht zwingend mehr Besucher bringen, sondern lediglich mehr Verkehr und Umweltbelastung.“ stellt Stadler klar und verweist darauf, dass die beliebten Freizeiteinrichtungen am Wochenende mit dem Anruf-Sammel-Taxi bequem um nur 2,50 für die erste Zone und für jede weitere Zone 2,00 Euro (maximal 6,50 Euro) erreicht werden können. Kinder unter sechs Jahren fahren gratis! Die Inbetriebnahme des LUP-Bussystems nur um den Spitzenbedarf an wenigen Wochenenden bei heißem Wetter teilweise abdecken zu können, ist wirtschaftlich nicht vertretbar.