Zank um Möbel endete vor Gericht. Im Streit soll 32-Jährige eine Freundin verletzt haben. Sie wurde im Zweifel freigesprochen.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 12. Januar 2019 (04:15)
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Symbolbild

„Ich hätte gleich die Polizei rufen sollen“, seufzt eine 32-Jährige vor Gericht. In einem handfesten Disput um ein Möbelstück soll die St. Pöltnerin eine Frau verletzt haben. Nun sitzt sie als Angeklagte vor der Richterin.

Geständig zu Körperverletzung ist die 32-Jährige im Prozess am Landesgericht nicht. „Wir waren Freundinnen. Das Regal habe ich ihr abgekauft, dann wollte sie es zurück. Sie ist in meine Wohnung gekommen, ich habe sie aufgefordert, diese zu verlassen. Getan hat sie das nicht, daher wollte ich sie rausziehen. Da hat sie mich am Hals gepackt und gegen einen Kasten gedrückt. Ich habe keine Luft bekommen, habe mich gewehrt, sie weggestoßen“, erzählt die Angeklagte von Notwehr. Die Kontrahentin erlitt Kratzspuren und Prellungen sowie eine Zerrung an der Halswirbelsäule.

Von einer Attacke der Angeklagten berichtet das Opfer. „Zuerst wollte sie mich abwimmeln, dann hat sie mich gezwickt und gekratzt. Ich habe mich verteidigt“, sagt die 25-Jährige.

Zeugen tragen zur Klärung des Tathergangs nichts bei. Im Zweifel spricht die Richterin die Angeklagte frei. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.