St. Pöltner vor Gericht: „Wollte doch nur zum Heurigen“. Alkoholisiert zeigte sich ein St. Pöltner aufmüpfig: Er legte sich mit zwei Polizistinnen an.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 10. Januar 2021 (16:45)
APA (Symbolbild)

Mit dem Zug nach Paudorf, dann zu Fuß nach Krustetten zum Heurigen: Das war der Plan eines Bewohners (56) der Landeshauptstadt am 16. März vergangenen Jahres. Als das Heurigenlokal aber geschlossen hatte, marschierte der 56-Jährige wieder zurück nach Paudorf. Bei einer Unterführung nahe der Volksschule und in der Nähe einer betreuten Wohneinrichtung legte er dann eine Pause ein. Er verzehrte eine gekaufte Jause und stärkte sich mit einer Flasche Wein. Als zufällig die Schulleiterin vorbeimarschierte, bekundete er deren Anblick mit einem wohlwollenden Pfiff. Das Benehmen des auf einer Stufe sitzenden Mannes weckte den Argwohn der Pädagogin und sie verständigte beunruhigt die Polizei. Als zwei Polizistinnen Nachschau hielten und auf den Mann trafen, zeigte dieser wenig Auskunftfreude und ging bedrohlich auf die Beamtinnen zu. „Er reagierte überhaupt nicht und wir wussten nicht, ob er uns überhaupt versteht. Dann schleuderte er Unverständliches lallend einen Rucksack auf uns“, schilderten die Beamtinnen vor Gericht das Geschehen, das mit der Festnahme des alkoholisierten Mannes (2,5 Promille) und der Einlieferung in Mauer geendet habe.

Der 56-Jährige zeigte vor Gericht keine Einsicht: „Die haben doch kein Recht, meinen Ausweis zu verlangen. Auf was hinauf, ich wollte doch nur zum Heurigen“, meinte er. „Sie hatten jedes Recht“, entgegnete die Richterin, und sie verhängte über ihn acht Monate bedingt.