Sitzsack-Entsorgung wird auch in St. Pölten schwieriger. Inhalt der leichten Stoffmöbel ist schwer zu entsorgen. Altstoffsammelzentren nehmen Kugerl nicht mehr.

Von Beate Steiner. Erstellt am 01. August 2019 (03:17)
Solche Sitzsäcke lassen sich schwer entsorgen.
Steiner

Sie sind bunt, praktisch, meist wetterfest, und sie waren eine Zeit lang in vielen Möbelhäusern leicht zu bekommen: Sitzsäcke, gefüllt mir Styropor. Leicht trennen können sich die Besitzer allerdings nicht von den formbaren Terrassen- und Kinderzimmermöbeln. Denn St. Pöltens Altstoffsammelzentren nehmen die leichten weißen Kugerl nicht mehr an. „Die Gesetzeslage hat sich da wesentlich geändert“, heißt es aus dem Rathaus.

Die Wirtschaftshof-Mitarbeiter können nämlich nicht feststellen, ob Flammhemmer im Material sind. Dazu braucht es eine chemische Analyse. Wenn also jemand mit aufgerissenem Sack oder nur mit dem Füllmaterial kommt und nicht den Nachweis erbringen kann, dass die Kugerl aus unbedenklichem Styropor bestehen, gehen die Altstoffsammler von der schlechteren Möglichkeit aus und schicken den Anlieferer zu einem befugten Entsorger – wie sie dies auch bei Baustellenmaterial tun.