Haft für Baustellen-Einbrecher. Drei junge Männer sind in Container auf mehreren Baustellen eingebrochen. Sie fallen unter das Jugendgerichtsgesetz. Für zwei Täter gibt es keine Bewährungsstrafen.

Von Stefanie Marek. Erstellt am 11. Januar 2021 (17:29)
Symbolbild
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Mit einer Flex schneidet ein 20-Jähriger Ende September einen Baustellencontainer in St. Pölten auf. Er und unbekannte Mittäter stehlen Werkzeug im Wert von ungefähr 20.000 Euro, verkaufen es und teilen sich das Geld auf. Ihnen sei in Deutschland Arbeit versprochen worden, sagt der Erstangeklagte, dort angekommen gab es diese Arbeit dann aber nicht. Auf der Rückreise durch Österreich sei ihm dann das Geld ausgegangen um zurück nach Rumänien zu kommen, deswegen der Container-Einbruch. Auch einen LKW- Treibstofftank soll er aufgebrochen und Diesel gestohlen haben.

Erst im August kamen der Erstangeklagte und der Zweitangeklagte aus dem Gefängnis. Als sie Mitte Oktober in Mönchhof (Oberösterreich) gemeinsam einen Baucontainer aufschneiden verhaftet sie die Polizei bevor sie sich mit dem Diebesgut davonmachen können. Der Drittangeklagte, der Bruder des Erstangeklagten war nur als Fahrer dabei. Verurteilt werden sie am Ende alle.

Der Erstangeklagte bekommt 18 Monate unbedingte Haft wegen schwerem gewerbsmäßigem Diebstahl, der Zweitangeklagte 14 Monate unbedingt wegen schwerem Diebstahl und der Drittangeklagte neun Monate , davon sechs bedingt . Wegen des raschen Rückfalls des Erst- und Zweitangeklagten gibt es für sie keine Bewährung. Alle drei Urteile sind rechtskräftig.