Böheimkirchner PVE-Personal steht voll im Einsatz

Die Pandemie stellt das Gesundheitszentrum vor große Herausforderungen.

Erstellt am 05. Dezember 2021 | 04:04
Lesezeit: 1 Min
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Arbeit für die Gesundheit: Anne Ginsthofer, Gabriele Ziegler, Philipp Schramhauser, Karin Retzl, Nina Knapp, Aleksandra Dakic, Kathrin Mayer, Michaela Hunger-Köchelhuber und Katharina Ginsthofer-Schwetz.
Foto: Michael Fusko

Mit dem Zentrum für medizinische und soziale Nahversorgung hat Böheimkirchen eine in Niederösterreich herausragende Gesundheitsversorgung. Neben fünf Allgemeinmedizinern und einer Kinderärztin stehen Ordinationsassistentinnen und diplomiertes Pflegepersonal bereit. Dazu kommen Physio- und Ergotherapeuten, eine Diätologin sowie Sozialarbeiter und eine Psychotherapeutin.

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Covid-19 stellt die PVE aber jetzt vor besondere Hürden. Zur Versorgung von kranken Patienten kommen nicht medizinisch indizierte Testungen.

„Wir versuchen, die Gemeinde so weit wie möglich bei der Umsetzung zu unterstützen, werden aber die Basisversorgung unserer Patienten nicht hintanstellen. Die sich wöchentlich ändernden Anforderungen haben einen hohen Grad an Komplexität erreicht und hohe Beanspruchungen für uns nach sich gezogen“, so Mitarbeiterin Nina Knapp.

Alle Mitarbeiter im Haus arbeiten am Anschlag

Belastungen ergeben sich durch den getrennten „Infekt-Ordinationsbetrieb“, Schutzmaßnahmen für die Patienten, Adaptierungen am Ordinationsgebäude und zusätzliche Untersuchungsmöglichkeiten. Dazu kommen personelle Ausfälle aufgrund von Krankenstand, Quarantäne oder Pflegefreistellungen“, so Knapp, die wie alle Mitarbeiter am Anschlag arbeitet.

An einem normalen Vormittag kommen rund 200 Patienten ins Haus, mehr als 1.000 Anrufe sind zu bewältigen. Die meisten leisten Überstunden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. „Man probiert, alle Herausforderungen zu bewältigen. Aufwand und Energieverlust sind enorm, trotzdem hat jeder ein Lächeln im Gesicht und ein offenes Ohr für die Patienten“, erzählt die diplomierte Krankenpflegerin.

PVE-Manager Philipp Schramhauser betont den Basisauftrag zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung für Böheimkirchen und die Region. Darüber hinaus will er das Angebot ausbauen, um den Patienten eine bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen und auch Vorsorgeaspekte zu berücksichtigen.

„Die Pandemie stellt uns vor zusätzliche Herausforderungen, die wir gemeinsam mit Sozialversicherungsträgern, Land, Gemeinde und weiteren Institutionen meistern“, so Schramhauser.