Kasernen-Abriss hat begonnen . Kopal-Areal wird bis 2018 in Wirtschaftspark verwandelt. 30 Prozent der Fläche sind schon vergeben.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 15. August 2017 (05:29)
NOEN, Johann Lechner, Stefan Linder und Christian Angerer (von links) studieren den Plan für den Kopal-Gewerbepark.
Johann Lechner, Stefan Linder und Christian Angerer (von links) studieren den Plan für den Kopal-Gewerbepark. Verwanger

Fast 130 Jahre Militärgeschichte enden in diesen Tagen auf dem Areal der ehemaligen Kopal-Kaserne endgültig. Die Bagger der Firma Burger aus Krems brachen in der Vorwoche die ersten Bauten ab. Stehen bleiben werden nur die ehemalige Panzerwerkstatt sowie die Simulatorhalle im hinteren Teil, die teilweise bereits vermietet sind.

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Bis Ende des Jahres wird der Abbruch der Wachhäuser, der drei Mannschaftsgebäude, des Stabs- und des Küchengebäudes sowie des Heizhauses abgeschlossen sein. Danach folgt die Aufschließung des 30 Hektar großen Areals – Kanal, Wasser- und Stromleitungen werden verlegt.

Errichtet werden auch neue Straßen, die das Betriebsgebiet mit der Schulze-Delitzsch-Straße verbinden, sowie die neue Hauptstraße, die weiter im Norden als bisher das Gebiet über eine neue Ampel-Kreuzung an die Mariazeller Straße anbinden wird.

Arbeiten sind im ersten Quartal 2018 abgeschlossen

Im ersten Quartal 2018 sollen sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein, die ersten Firmen können dann ihre Gebäude im Kopal-Gewerbegebiet errichten. „Die Nachfrage nach den Betriebsgründen ist bereits jetzt sehr groß“, betont Stefan Linder von der Jäger Immo. Diese wurde im April von der WSF-Stiftung, der das Areal seit 2012 gehört, mit der Verwertung beauftragt. Bereits vermietet oder verkauft sind etwa 30 Prozent der Flächen des Gewerbeparks.

Zur Verfügung stehen Grundstücke ab einer Größe von 1.500 Quadratmetern, die Parzellierung ist abgeschlossen, die Umwidmung von Sondergebiet-Kaserne auf Bauland-Betriebsgebiet mittlerweile rechtskräftig. Die Anlage mit Fußballplatz und Hindernisbahn bleibt als Sportfläche gewidmet und steht wieder für eine Vermietung zur Verfügung.

Keine Schwerpunktsetzung für Areal angedacht

Auf einen Schwerpunkt innerhalb des Gewerbegebietes will man sich bei Jäger Immo nicht festlegen. „Wir sind für alle Nutzungsszenarien offen – große Betriebe können sich hier ebenso ansiedeln wie kleine“, erklärt Linder. Wichtig sei ein passender Branchen-Mix, Zeitdruck beim Vermitteln der Flächen habe man keinen.