Gis Day im Rathaus. Der Gis Day am Mittwoch stand diesmal im Zeichen der „Geodatenerfassung einmal anders“ und bot SchülerInnen des Mary Ward Gymnasiums Einblicke in die Möglichkeiten der Datenerhebung.

Erstellt am 21. November 2013 (10:39)
NOEN, mss/Vorlaufer
Der GIS-DAY im Rathaus bot interessante Einblicke in die Welt der Geodatenerfassungsmöglichkeiten mit Laserscanner, Drohnen und GPS-Kameras. V.li.n.re.: Ronald Kettinger, Mag. Siegfried Kamper (beide Magistrat Geoinformation und GIS), Florian Frühwald (Privatgymnasium Mary Ward), Peter Prochaska (Magistrat), Vizebürgermeister Ing. Franz Gunacker, Johanna Nutz (Privatgymnasium Mary Ward), Dr. Peter Dorninger (4D-IT GmbH), Werner Schmiedicke (Kluwes GmbH), Marina Lanxinger (Geomarketing GmbH), Richard Thoma (Archäologischer Dienst GmbH) und Dipl.Ing. Walter Heginger (Geomarketing GmbH). Foto: mss/Vorlaufer
Die Magistratsabteilung für Geoinformation und GIS hatte dazu gemeinsam mit den Firmen Geomarketing GmbH, Kluwes GmbH, 4D-IT GmbH und Archäologischer Dienst GmbH einige Stationen und Workshops vorbereitet.

Aktive Datenerfassung

In der Station GPS-Kameras im IT-Schulungsraum erfuhren die Schüler/innen wie Sie selbst zum aktiven Datenerfasser mit einer GPS-Kamera oder einem Smartphone als Positionierungswerkzeug werden können. Die Fähigkeit von Computer QR (Quick Response) Codes wurde erläutert und wie diese aufgenommenen Bildern mitgegeben werden können.

Eine strukturierte Geodatenerfassung ist damit sehr einfach und schnell möglich. In weiterer Folge wurde auch das Exif (Exchangeable Image File Format) der Fotos erklärt. Die aktuell laufende Datenerfassung zum NÖ Verkehrsdatenverbund wird in Teilbereichen, konkret der koordinativen Aufnahme der Bushaltestellen, so durchgeführt.

Erstellung von digitalen 3D-Modellen

Terrestrische Laserscanner erfassten zum Abschluss der Grabungsarbeiten 2012 und 2013 die archäologische Ausgrabung am Domplatz. Solche millimetergenaue Dokumentationen von Objekten, wurden anhand eines aus den Scandaten erstellten digitalen 3D-Modells vorgezeigt.

Im Stadtmuseum erlebten die Teilnehmer die Arbeitsweise des Scanners hautnah, der Raum wurde gescannt mit allen darin befindlichen Personen. Wichtig dabei: Nicht in den Laser schauen, ein 1 Meter Sicherheitsabstand ist unbedingt einzuhalten.

Live-Flugvorführung einer Drohne

Im  Gemeinderatssitzungssaal wurden die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen vorgeführt. Diese GPS-gestützten unbemannten Schwebeplattformen ermöglichen es, weiträumige Gebiete in definierter Höhe rasterartig zu befliegen und dabei Luft- oder Laserscanaufnahmen anzufertigen.

Durch den Einsatz von hochwertigsten Mittelformat Digital Backs mit 80 Megapixel kann mit einer Normalbrennweite eine beeindruckende Bodenauflösung von 4 Millimetern in 50 Meter Flughöhe erreicht werden. Ein kleinräumiger Bildflug kann so kostengünstiger als mit herkömmlichen Flächenflugzeugen oder Hubschraubern realisiert werden.

Der Betrieb von Drohnen ist derzeit noch nicht reglementiert, eine Überarbeitung des Luftfahrtgesetzes ist dazu in Arbeit. Zu guter Letzt konnte eine Drohne bei einer Live-Flugvorführung beobachtet werden.