Hausbesitzer in der Linzer Straße werden aktiv. Im empfohlene Änderungen im Straßenraum wie etwa die Begegnungszone sollen erst nach der Revitalisierung von mehreren Häusern kommen.

Von Mario Kern. Erstellt am 05. September 2017 (05:31)
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Die Begegnungszone in der Linzer Straße ist derzeit nicht auf der Agenda des Magistrats: Zuerst sind die Hausbesitzer an der Reihe, dann folgt der Straßenraum, betont Baudirektor Kurt Rameis.

Die Rampe vor der Bühne im Hof ist seit vergangener Woche fertig, bleibt aber vorerst die erste verkehrstechnische Maßnahme in der Linzer Straße. Die im Grätzlplan empfohlene Begegnungszone inklusive öffentlichem Platz an der Ecke Linzer Straße und Prandtauerstraße wird nicht in der September-Sitzung des Gemeinderates und auch nicht in absehbarer Zeit beschlossen, heißt es aus dem Rathaus.

„Mit einer Neugestaltung des Straßenraums zu beginnen, ohne dass mehrere private Projekte verwirklicht sind, macht nicht viel Sinn“, erklärt der städtische Baudirektor Kurt Rameis. Erst nach der Revitalisierung von privaten Häusern würde wieder Leben in den Straßenzug zurückkehren. „Wegen eines attraktiven Straßenraums mietet niemand eine schmuddelige Wohnung.“

Sanierung soll angekurbelt werden

Bei der Grätzlstudie sei es nicht nur darum gegangen, Hauseigentümern das Potenzial ihrer Liegenschaft aufzuzeigen, sondern auch darum, sie zu Investitionen in ihre Objekte zu animieren.

„Die Linzer Straße leidet nicht unter unangemessenem Straßenraum, sondern unter abgenutzten, sanierungsbedürftigen Häusern“, bekräftigt Rameis. Sollte es in den kommenden Jahren zu Revitalisierungen kommen, werde es auch Zeit, den Straßenraum zu ändern, so Rameis.

Erste Impulse für Attraktivierung gibt es bereits

Zum Saisonstart am 21. September können die Gäste der Bühne im Hof die 25 Jahre alte Kulturinstitution wieder über die Linzer Straße erreichen. Das „Wunderbaldinger-Haus“ in der Linzer Straße 26 soll noch in diesem Jahr weichen, um einen Bau mit Büroräumlichkeiten und Wohnungen zu errichten.

Eine Unternehmergruppe investiert zudem vier Millionen Euro in dreißig Eigentumswohnungen, ein Geschäftslokal und eine Tiefgarage gleich am Anfang des Straßenzugs.