St. Pöltner Helden in der Coronakrise. Vom Müll bis zum Wasser: Magistrats-Mitarbeiter halten System aufrecht.

Von Martin Gruber-Dorninger und Wolfgang Wallner. Erstellt am 24. März 2020 (04:16)

Die Heizung ist warm, das Wasser läuft, der Müll wird abgeholt: Auf die Tätigkeit vieler Menschen sind die St. Pöltner auch in Zeiten der Coronakrise angewiesen. Sie sind es, die den Betrieb aufrecht erhalten – und werden zu Helden des Alltags:

„Bei uns sind aktuell viele Helden im Einsatz. Danke an jeden und jede einzelne, die täglich mit ihrem Einsatz dazu beitragen, das System am Laufen zu halten“, ist Bürgermeister Matthias Stadler stolz auf seine Mannschaft. Dazu gehört Rudolf Melchus mit seinen Kollegen Andreas Wildthan und Emil Landauf. Die drei rückten zuletzt aus, um eine Störung an einem Vakuumschaft in Potenbrunn zu beheben.

Oder Marco Kröbmannsberger, der Wartungen an den Hydranten durchführt. Er und seine Kollegen sind es auch, die die Versorgung mit Trinkwasser sicherstellen. Die Müllabfuhr versieht auch zuverlässig ihren Dienst. Die Mitarbeiter Andreas Hippmann und Jürgen Grubmüller haben auch in diesen Zeiten ein Lächeln übrig. Das zeichnet auch Andrea Flach von Spar-Mohr in Wagram aus. Sie sitzt nicht nur an der Kassa, sondern arbeitet auch im Lager und sortiert die Waren ein.

„Es tut gut, wenn man helfen kann“

Aber auch ein Kicker des SKN St. Pölten zeigt großen Einsatz. Stapler und Hubwagen statt Fußball und Trainingshütchen. Nicolas Meister packt im Rewe-Zentrallager an. „Wir helfen beim Entladen, verstauen die Waren in den Regalen“, schildert die SKN-Neuerwerbung die ungewohnte Arbeit. „Die ist natürlich sehr anstrengend. Es tut aber gut, wenn du helfen kannst.“ Es sind keine einfachen Zeiten. Auch für die Kicker. Schließlich stehen neben dem Schichtbetrieb im Heeresdienst auch regelmäßige Laufeinheiten am Programm. Fitness für die Bundesliga. „Wir haben ein Programm für daheim mitbekommen, das wir durchziehen müssen“, erklärt Meister.