Neue Anlaufstelle für Jugendliche in St. Pölten. Pandemie und wenig Kontakte belasten vor allem die Jugendlichen. Verein „Jugend & Lebenswelt“ eröffnet Beratungsstelle am St. Pöltner Bahnhof.

Von Alexander Kortan. Erstellt am 06. Mai 2021 (17:51)
Eröffneten das neue Jugendberatungszentrum am Bahnhof: Bürgermeister Matthias Stadler und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Vereinsobmann Bernhard Zima.
Usercontent, Herbert Käfer.

Studien bestätigen, dass die Zahlen der psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen drastisch gestiegen sind. Kontaktbeschränkungen und fehlende soziale Kontakte schaffen immer mehr Probleme. Die Landeshauptstadt reagiert und eröffnet eine neue Beratungsstelle für Jugendliche.

„Die Lage in der ehemaligen Buswartehalle, die zentral am Bahnhof gelegen ist, lässt die beste Nutzung der Angebote zu“, sagt der Obmann des Vereins Jugend und Lebenswelt Bernhard Zima.

Das neue Beratungszentrum sei eine optimale Anlaufstelle für alle Themen, die Jugendliche beschäftigen und biete ein umfangreiches Informations- und Hilfsangebot.

Home-Schooling und fehlende Betreuung sind weitere Belastungen für Kinder und Jugendliche, dabei können auch Bildungsdefizite entstehen. „Die vollen Auswirkungen werden hier wohl erst nach der Pandemie zum Vorschein kommen. Als Präsident des Vereins freut es mich, dass wir wieder ein Beratungsangebot für Jugendliche anbieten können“, betont Bürgermeister Matthias Stadler.

Offenes Ohr fünfmal pro Woche

Dass es nach sechs Jahren wieder eine Gesprächsmöglichkeit für Jugendliche in St. Pölten gibt, ist auch ein Anliegen für Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. „Es ist entscheidend, für junge Menschen da zu sein und sie nicht mit ihren Sorgen und Ängsten alleine zu lassen.“

Die neue Beratungsstelle ist fünf Tage die Woche geöffnet.

Jeden Montag und Mittwoch von 16 bis 19 Uhr für Streetwork. Jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag von 12 bis 16 Uhr für die Jugendberatung. Es ist keine Terminvereinbarung notwendig und jede Beratung ist anonym und kostenlos.