Musical-Workshop soll "Brücken" nach Indien bauen. Initiative „The Upper Room“ probt mit drogenabhängigen Jugendlichen ein Hiob-Musical und will Wege aus der Sucht aufzeigen. Hafnerbacher ist Mitgründer.

Von Caroline Böhm. Erstellt am 08. März 2020 (04:36)
Mitgründer Georg Schaberger zeigte vollen Einsatz beim Musical-Workshop mit den indischen Schülern.
The Upper Room

Die gemeinnützige Organisation „The Upper Room“ will Brücken bauen zwischen Österreich und Indien. Gemeinsam mit drogenabhängigen Jugendlichen haben sie in einem sechstägigen Workshop das Musical „Hiob – Wo bist du, Vater“ geprobt.

Einer der Freiwilligen war Georg Schaberger aus Hafnerbach. Der 23-Jährige hat die Organisation mitgegründet und studiert Theologie und Gesangspädagogik in Wien. Er erzählt, dass die Schulleiterin der „Hilltop Christian School“ über einen Zeitungsartikel auf sie aufmerksam wurde.

Letztes Jahr hat „The Upper Room“ bereits ein ähnliches Projekt mit Schulabbrechern durchgeführt. An dieser Schule stelle der Drogenmissbrauch das größte Problem dar. Nun wünschte sich die Direktorin ein Projekt, um ihre Schüler aufzurütteln. Durch Spiele, Diskussionsrunden, Beratungsgespräche und das Musical wollte das Team den Jugendlichen helfen, Wege aus der Sucht zu finden. „Es war schwierig, das Eis zu brechen und Vertrauen aufzubauen“, berichtet Schaberger. Der Anspruch an das Musical sei nicht hoch gewesen. Aber durch ihre Rollen hätten die Jugendlichen ihre Gefühle ausdrücken können, außerdem eigne sich Hiob als Vorbild für schwierige Zeiten. Mit dem Projekt wollten sie, so Schaberger, „einen Raum zum Träumen schaffen und zum Auseinandersetzen mit der eigenen Geschichte.“ Den Abschluss bildete eine Aufführung vor Freunden und Familien. Zukünftig wird der normale Schulbetrieb weitergehen: Die kurze Aktion sei ein Wunsch der Direktorin gewesen und die Ressourcen ihres Teams begrenzt.