Ausstellung lockt mit vielen Geheimnissen. Im Haus der Geschichte werden 39 dunkle historische Fälle genau beleuchtet.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 05. September 2019 (12:41)
Martin Gruber-Dorninger
Der wissenschaftliche Leiter des Hauses der Geschichte im Museum Niederösterreich Christian Rapp im „Spionage-Eck“. Dort werden ab 6. September einige Geheimnisse gelüftet.

Die eine oder andere Schraube wird noch fixiert, die Schaukästen und Exponate noch auf Hochglanz poliert, bevor sich die geheimnisvolle neue Sonderausstellung im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich für die Besucher öffnet. Dieses Mal bietet sie besonders spannende Einblicke, denn es geht um das Thema „Spionage“.

39 Fälle der Geschichte werden chronologisch mit Exponaten aufbereitet. Von den Frumentariern, dem Geheimdienst des Römischen Reiches 200 nach Christus, bis zu Whistleblower Edward Snowden, der bei der NSA tätig war. „Zehn Fälle wären für eine Ausstellung zu wenig, hundert zu viel. Deshalb 39, in Anlehnung an den Film ,39 Steps’ von Alfred Hitchcock, wo es auch um Spionage geht“, erläutert Christian Rapp. Der wissenschaftliche Leiter nahm die NÖN mit auf einen ersten geheimen Rundgang, durch die von Gestalter Checo Sterneck gestaltete Schau.

Das Schmuckstück der Ausstellung ist die Taschenuhr mit Glücksspielmechanismus von Oberst Redl aus dem Jahr 1873. „Er verdiente beträchtliche Summen durch den Verkauf geheimer Information über die k.u.k. Armee an andere Staaten, vor allem Russland“, gibt Rapp ein Beispiel von vielen aus der Österreichischen-Spionage-Geschichte. Auch die original Aktentasche von Fürst Metternich ist zu bestaunen. Unter seiner Führung bildete die Geheimpolizei eine wichtige Säule des Habsburgerreiches. Und natürlich hat auch Filmspion James Bond seinen Auftritt. Eine „Spionage-Akademie“ mit kniffligen Rätseln sorgt für spannende Kinderunterhaltung.

Die Sonderausstellung läuft ab Freitag, 6. September bis Sonntag, 19. Jänner.