Heimischer Fisch erobert städtisches Terrain. Christian Zwieselbauer setzt im Kulturhaus Wagram auf Köstliches aus St. Pöltner Fischbecken.

Von Teresa Lobinger. Erstellt am 08. Mai 2020 (14:44)

Nicht mehr der Burger in allen Variationen, sondern der Fisch ist zum Köder geworden: Ab 15. Mai wird es jeden Freitag, ab 17 Uhr, geräucherten und gegrillten Saibling in Zwiesis Gaststube geben. „Die Gastronomie muss Trends setzen, überraschen. Ich will meine Gäste wieder ein bisschen Richtung Ursprung mitnehmen,“ erklärt Christian Zwieselbauer seine neue kulinarische Strategie.

Für garantierte Frische und das entsprechende Geschmackserlebnis sorgt die Regionalität, die Zwieselbauer besonders wichtig ist. „Deshalb freut’s mich, die Saiblinge aus St. Pöltens Stadtteilen beziehen zu können.“ Zum einen von Josef „Pepi“ Gradinger, der seine Fischbecken in Viehofen stehen hat und zum anderen von Michael Seillers Mike’s Farm bei St. Georgen.

Gemeinsam mit Gradinger habe die Idee des Saibling-Freitags auch Formen angenommen. Speziell für den Saibling habe sich Zwieselbauer entschieden, „weil es ein edler, feiner und wohlschmeckender Fisch ist“. Dieser zählt zur Gattung der Salmoniden, ist also ein Jäger und muss sich entsprechend bewegen, um an seine Beute zu kommen. „Warm geräuchert und richtig zubereitet ist das Fleisch ausgesprochen zart,“ erklärt Seiller. In seiner Fischzucht bei St. Georgen wird sogar in einem eigenen Lehmofen geräuchert.

Die Freude an der Zusammenarbeit mit den beiden Fisch-Profis vervollständigt Zwiesis Bild vom Saiblings-Freitag: Die Gäste suchen sich ihren Fisch selbst aus, während sie im Gastgarten das mediterrane Flair direkt neben dem kleinen Teich genießen - inklusive Frösche-Sound. „Wer seine eigenen Frösche im Garten hat, kann sich den Fisch bei mir natürlich auch abholen, mitnehmen und zuhause essen,“ lacht Zwieselbauer. Pepi Gradinger und Michael Seiller werden an dem einen oder anderen Freitag auch direkt vor Ort sein.