Region St. Pölten: Spital und Freiwillige vorbereitet. Sprecher sieht Klinikum für weiteren Anstieg der Corona-Fälle gewappnet. Stadtfeuerwehr ist in drei Gruppen aufgeteilt.

Von Markus Zauner, Marlene Groihofer und Renate Hinterndorfer. Erstellt am 17. März 2020 (05:33)
Ein Hotspot im Kampf gegen dasCoronavirus ist das Universitätsklinikum St. Pölten.
NÖN

Ausnahmesituation im ganzen Land, Ausnahmesituation in der Region: Die NÖN hörte sich um, wie Rettungskräfte, Feuerwehr und das Universitätsklinikum St. Pölten gewappnet sind. Und da gibt sich Bernhard Jany, Sprecher der NÖ Landesgesundheitsagentur, optimistisch, genügend Ressourcen zur Behandlung von Coronavirus-Patienten zu haben.

Spezieller Stationsbereich steht zur Verfügung

„Aus momentaner Sicht reichen die bestehenden Kapazitäten im Universitätsklinikum St. Pölten aus“, betont Jany.

Und zwar sowohl, was das Personal als auch die Betten betreffe. Im Klinikum St. Pölten stehe in Sachen Coronavirus ein spezieller Stationsbereich zur Verfügung, der laufend adaptiert werden könne, beruhigt Jany.

„Die Einsatzkräfte der Feuerwehr zählen zum Schlüsselpersonal. Das Aufrechterhalten der Einsatzstärke ist wichtig.“Georg Schröder, Bezirksfeuerwehrkommandant

Gerüstet präsentiert sich neben dem Universitätsklinikum auch die Feuerwehr. „Die Feuerwehreinsatzkräfte zählen im Ernstfall zum Schlüsselpersonal. Daher ist es besonders wichtig, die Einsatzstärke aufrechtzuerhalten“, weiß Bezirksfeuerwehrkommandant Georg Schröder.

Um das Risiko einzudämmen, wurden für den Bezirk St. Pölten alle Veranstaltungen in den Feuerwehren und in den Abschnitten abgesagt. Schröder appelliert auch, die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Einsatzmannschaft der St. Pöltner Stadtfeuerwehr ist seit Montag in drei Gruppen aufgeteilt, die untereinander keinen Kontakt haben und alle 24 Stunden wechseln, um die Einsatzbereitschaft gewährleisten zu können. Für die Feuerwehrzentrale und die Fahrzeuge wurden außerdem spezielle Hygienemaßnahmen ergriffen.

Sanitäter in Quarantäne: „Es geht ihnen gut“

Ob Rettungsdienst, Hauskrankenpflege oder andere Angebote – das Rote Kreuz hält seinen Regelbetrieb weiter aufrecht. Zusätzlich ist die Organisation im Kampf gegen das Virus im Einsatz. Verdachtsfälle werden transportiert. Außerdem führen niederösterreichweit vier Teams Test-Abstriche durch, davon eines aus St. Pölten.

Zwei Sanitäter befinden sich nach dem Kontakt mit einem positiv getesteten Patienten aktuell in Quarantäne. „Es geht ihnen gut“, informiert Pressesprecherin Sonja Kellner.

Größere Veranstaltungen, Erste-Hilfe-Kurse oder auch Seniorentreffs sagte das Rote Kreuz ab, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten.

Der Samariterbund St. Pölten stellt seine Dienste in der kommenden Zeit zusätzlich zum Regelbetrieb besonders der Risikogruppe zur Verfügung.

ASBÖ hilft bei Besorgungen

Menschen, die durch das Coronavirus aktuell besonders gefährdet sind oder in den nächsten Wochen unter Quarantäne stehen, können sich von Montag bis Freitag beim ASBÖ St. Pölten melden – Mitarbeiter sind von acht bis 16 Uhr auf Anfrage bei Einkäufen und Besorgungen des täglichen Bedarfs behilflich.

Eine Anmeldung für die Einkaufs-Hilfsdienste des Samariterbundes St. Pölten ist unter 02742/311000 oder info@asboe.at möglich.

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