Disput um fehlende PCR-Testmöglichkeit in der PVE Böheimkirchen

Gemeinderat Karl Herzberger wirft PVE Fahrlässigkeit vor. Medizinische Versorgung leide unter Testanfragen, betont man dort.

Erstellt am 18. November 2021 | 05:15
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Per Aushang informiert die PVE, dass keine PCR-Tests möglich sind.
Foto: Karl Herzberger

Dass in der PVE keine PCR-Tests für organisatorische Zwecke durchgeführt werden, kritisiert Karl Herzberger. Der ÖVP-Gemeinderat sieht das Testen von Geimpften und Ungeimpften als wichtigen Teil der Eindämmung des Virus.

„Ich werfe der PVE vor, bewusst in Kauf zu nehmen, dass sich das Virus in Böheimkirchen stark ausbreitet. Das nennt man auch bewusste Fahrlässigkeit und ist unsolidarisch“, findet Herzberger.

Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Gemeinderat ortet auch eine Benachteiligung der Arbeitnehmer. „Wir haben 2.500 Arbeitsplätze und die ungeimpften Arbeitnehmer brauchen Tests, um zur Arbeit gehen zu können. Die Böheimkirchner Bevölkerung hat nach der großzügigen Förderung der PVE durch die Gemeinde ein Anrecht darauf, wertgeschätzt zu werden“, meint Herzberger.

PVE sieht Auftrag anderswo, Gemeinde testet wieder

Die PVE unterstreicht ihren Auftrag für die medizinische Versorgung von Patienten. Die massenweise Durchführung von Tests sei kein Bestandteil der medizinischen Kassenvertragsleistung.

„Unser Schwerpunkt liegt auf der Versorgung von Patienten. Aufgrund der hohen Testanfragen leidet diese medizinische Versorgung. Wenn Politik und Wirtschaft mehr Testmöglichkeiten wünschen, mögen sie die Infrastruktur zur Verfügung stellen“, so Ärztin Katharina Ginsthofer-Schwetz.

Abhilfe schafft das Angebot der Gemeinde im Bürgerzentrum. Dienstag und Mittwoch steht von 17 bis 19 Uhr wieder eine Teststraße mit Antigen-Schnelltests zur Verfügung. Die Tests gelten bis auf Weiteres als 3G-Nachweis am Arbeitsplatz.