Wilhelmsburgerin: "Katze mit Spray besprüht". Wilhelmsburgerin hegt schlimmen Verdacht von Tierquälerei.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 22. April 2020 (16:59)

 „Die Katze liegt ganz apathisch da, wir befürchten auch, dass die Atemwege Schaden davon getragen haben.“ Die Wilhelmsburgerin Vanessa Reitzner kann es noch immer nicht fassen. Ihre Katze wurde, ist sie überzeugt, mit Lackspray besprüht.

„Heute in der Früh, als wir sie rausgelassen haben, war noch alles in Ordnung. Als sie zurückkam, war ihr Körper mit grüner Farbe übersäht“, schildert sie. Außerdem hat die Samtpfote, ein Maine-Coon-Mix, drei Mal erbrochen. Das Tier war im Bereich der Uferstraße unterwegs. „Die Farbe riecht sehr streng, ich gehe also auf jeden Fall von einem Lackspray aus“, erzählt sie im NÖN-Gespräch. Dass die Katze sich in einer Farbe gewälzt hat, glaubt sie nicht. „Da wären sicher auch die Pfoten betroffen“, meint sie. Dass der Vierbeiner sich in einer Farbe gerieben hat, kann sie sich ebenso nicht vorstellen.

Vanessa Reitzner war am Mittwochabend beim Tierarzt. „Dieser stellte einen sehr angegriffenen Magen bei meiner Katze fest. Sie bekam zwei Injektionen, außerdem musste sie geschoren werden, damit sie nicht weiter an diesem Lack schleckt“, erzählt Reitzner.

Großes Lob spricht sie den Beamten der Polizei Wilhelmsburg aus: „Diese zeigten sich sehr bemüht, um diesen Vorfall rasch klären zu können.“

Einen konkreten Verdacht hegt sie derzeit nicht. „Wir sind erst im Jänner hierher gezogen. Ich wüsste niemand, wem unsere Katze stört. Sie ist keine Streunerin, die sich weit vom Haus entfernt und auch eher menschenscheu“, sagt sie. Sie nimmt an, dass jemand im Vorbeigehen die Katze besprüht oder geschnappt,  gegen eine Wand gedrängt und dann besprayt hat.

Ihren Unmut hat sie auch via Facebook kundgetan. Sie hofft, dass Leute, die etwas gesehen oder mitunter einen Hinweis haben, sich bei ihr oder bei  der Polizei melden.