Viehofen: Schloss-Juwel für Events. Familie Figl hat Schloss Viehofen restauriert und möchte es für Veranstaltungen öffnen.

Von Teresa Lobinger. Erstellt am 21. Februar 2021 (03:34)
Heute ist das Schloss Viehofen eine Traumkulisse für Hochzeiten und exklusive Events. Seit 2003 wurde daran gearbeitet.
Arman Kalteis

„Mein Schwiegervater ist 2014 verstorben, er hat im Schloss gewohnt. Erst in den letzten Jahren hatten wir die Idee, das Schloss für die Öffentlichkeit zu öffnen“, erzählt Sabine Figl.

So sah es vor dem Engagement der Familie Figl aus und war fast zur Ruine verfallen.
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Restauriert wurde das historische Juwel aber schon seit dem Jahr 2003, detailverliebt und mit Gespür für die alte Bausubstanz: „Die Ausstattung der Räume wurde mit historischen Baustoffen wie Fenster, Türen, Böden und Öfen rekonstruiert“, so Sabine Figl. Dabei hatte man das Glück, zahlreiche Fenster aus dem 18. Jahrhundert vom Stift Herzogenburg einbauen zu können. Oder ein wunderschöner sternförmiger Holzboden stamme beispielsweise aus einem alten Gasthaus.

Die kontinuierliche Suche nach historischen Baustoffen brachte den sternförmigen Boden ins Schloss.
Arman Kalteis

Nun bieten sich der große Gewölbesaal im Erdgeschoß und ein festlicher Marmorsaal im ersten Stock für Veranstaltungen, Feste und Events an. Und wer würde nicht gern vor dieser Kulisse heiraten? Wurde sogar an die Möglichkeit einer Übernachtung in der „Hochzeitssuite“ gedacht. Das Standesamt St. Pölten jubelt über die neue Traum-Location und bietet dort heuer Trauungen an, etwa am 12. Juni, 3. Juli und 14. August.

„Vermietet werden einzelne Räume oder das ganze Schloss für exklusive Feierlichkeiten. Wir können hier Veranstaltungen zu etwas ganz Besonderem machen. Auf Wunsch bieten wir auch Unterstützung bei der Organisation“, erklärt Figl. Auskünfte gibt die Familie Figl unter 0664/5328577.

Fast 900 Jahre Geschichte

Die vielen Jahre der Instandsetzung und Restaurierung haben sich ausgezahlt, war das Schloss Viehofen doch fast zur Ruine verfallen. 1960 wurden schon Teile der Schlossanlage abgetragen. Erstmals wurde das Schloss 1130 erwähnt, doch es wird noch älter eingestuft. Nach mehreren Besitzerwechseln war es bis 1945 bewohnt und gehörte der Familie Kuefstein. Neben dem Schlossgebäude befindet sich eine gotische Kapelle, die dem Heiligen Jakob geweiht wurde.