Mit gestohlenen Kennzeichen auf Spritztour

Gaudi-Fahrten von Jugendlichen endeten mit Unfall, abgeschlepptem Auto und einer Reihe an Anzeigen.

Erstellt am 23. Januar 2021 | 13:58

Fahrerflucht, Inbetriebnahme eines nicht zugelassenen Pkw, Lenken von Fahrzeugen ohne Führerschein und ohne Haftpflichtversicherung, dazu noch Übertretungen nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz: Gleich 27 Verwaltungsübertretungen werden vier Jugendlichen zur Last gelegt. Urkundenunterdrückung kommt auch hinzu.

Ein 15-Jähriger aus dem Bezirk St. Pölten-Land und sein 17-jähriger Freund aus St. Pölten hatten am 3. Dezember in Prinzersdorf ein Auto gekauft und im Ort noch Kennzeichen vom Wagen eines 51-Jährigen gestohlen. Dieser hatte am Folgetag den Diebstahl angezeigt. Mit seinen Taferln fuhren sie munter nach Wilhelmsburg, wo sie eine 15-Jährige und ihren gleichaltrigen Begleiter abholten. Bei der anschließenden Tour in Richtung Kammerhof kam der 17-Jährige aufgrund der schneeglatten Fahrbahn der Grubtalstraße ins Schleudern und krachte gegen einen Baum. Dann suchten alle Pkw-Insassen das Weite, das demolierte Auto ließen sie zurück.

Der Vorfall war den Jugendlichen jedoch keine Lehre, im Gegenteil: Der 17-Jährige kaufte mit dem 15-Jährigen, der schon beim ersten Autokauf dabei gewesen sein soll und der 15-Jährigen, am 8. Dezember erneut einen Pkw, diesmal in Euratsfeld. Kennzeichen ließen sie auch wieder mitgehen. Dann  fuhren die drei über die Westautobahn nach St. Pölten. Hier nutzten sie alle drei den Wagen für nächtliche Fahrten in der Landeshauptstadt. Das Vergnügen hielt aber nicht lange an: Das Auto wurde, da es widerrechtlich abgestellt war, abgeschleppt. Die Polizei fand den Wagen beim Abschleppunternehmen auf.

Die drei zeigten sich bei ihren Einvernahmen geständig. Keiner von ihnen war im Besitz einer gültigen Lenkberechtigung.