Gutes Feedback trotz Kritik. Bei Floßbau und Vertrauensspielen sollte Zusammenhalt neuer HTL-Schüler gestärkt werden. In anonymem Eltern-Brief waren zuvor einige Bedenken geäußert worden. Von Corina Berger

Von Corina Berger. Erstellt am 21. September 2019 (11:09)
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Voll Tatendrang ging es für die HTL-Schüler mit selbst gebauten Flößen auf den Ratzersdorfer See. Die Wasserrettung warf ein wachsames Auge auf die Schüler.

Strahlender Sonnenschein, gut gelaunte Schüler und viel Gelächter: Der Kennenlerntag der ersten Klassen der Informatik-Abteilung der HTL schien für die Schüler unvergesslich. Sie konnten Flöße bauen und gleich testen, „blind“ Rätsel lösen oder auch lustige Spiele im Team meistern. Ziel des Tages: Vertrauen in die Umgebung und die Kollegen zu fassen und das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu stärken.

Der Kennenlerntag sorgte aber auch für Irritation. In einem anonymen Beschwerdebrief – verfasst im Namen mehrerer Eltern – gab es harsche Kritik an der Organisation durch eine externe Firma. Auch fehlende Informationen zur Sicherheit der Schüler, ein „fragwürdiger pädagogischer Wert“, das Fehlen einer öffentlichen Ausschreibung und die unnütze Verschwendung von Steuergeld werden bemängelt.

In der HTL versteht man die Aufregung nicht, der Kennenlerntag sei sowohl bei Schülern als auch Lehrern gerne gesehen. „Wir wollen den Schülern, die neu kommen, den Stress und die Unsicherheit nehmen. Es gefällt allen gut“, meint HTL-Direktor Martin Pfeffel. Auch Gerald Kraushofer, Geschäftsführer der Erlebnisfabrik, die den Kennenlerntag am Ratzersdorfer See ausrichtete, weist die Vorwürfe von sich. Die Zusammenarbeit mit der HTL sei in diesem Jahr zwar zum ersten Mal zustande gekommen, aber an anderen Schulen im Raum St. Pölten sei man bereits seit geraumer Zeit im Einsatz. Die Kompetenzen seiner Mitarbeiter stehen für den Outdoor-Trainer vollkommen außer Zweifel: „Das Feedback war wirklich sehr gut. Wir hatten eine hundertprozentige Beteiligung.“