Denkmalgeschützte Jahnturnhalle wieder eröffnet

Erstellt am 22. Mai 2022 | 10:39
Lesezeit: 3 Min
Das Art déco-Gebäude wartet nach einer umfangreichen Sanierung mit neuer Bühnentechnik, einer Schnitzelgrube und mehr auf.
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1929 wurde die Jahnturnhalle in St. Pölten von Architekt Leo Kellner errichtet. Seither hat sie sich als wichtiger Ort nicht nur für das sportliche, sondern auch für das kulturelle Leben der Stadt etabliert.

Schulbälle, Hochzeiten und Musicals können nach den umfassenden Sanierungsarbeiten nun wieder stattfinden. 1.300 Personen finden in dem historischen Gebäude Platz. Das erste große Event war die Eröffnung samt Tag der Offenen Tür durch den "ÖTB-Turnverein St. Pölten 1863".

Die neue Bühnentechnik und Küche sowie die denkmalgerecht restaurierten 100-Jahre alten Parkettböden wurden dabei gleich eingeweiht. Leider nicht eingeweiht wurde die Schnitzelgrube in der zugebauten Kunstturnhalle. Die Redner zeigten den Wert der Jahnturnhalle eher in ihren Reden auf. Moderator Thomas Koppensteiner ließ sie aber durchaus auch ein bisschen schwitzen.

Im gesamten Gebäude sind die Installationen erneuert, Sanitärräume mit Behinderten-WC sowie Lüftungen, Brandmeldeanlagen und eine Videoüberwachung wurden eingebaut.

Die Sanierungen haben insgesamt 2.094.305 Euro gekostet. Das Land NÖ und das Bundesdenkmalamt haben 195.350 Euro für die bauliche Sanierung  beigesteuert. Sportlich relevante Arbeiten wurden seitens der Stadt St. Pölten mit insgesamt 50.000 Euro gefördert. Die Kulturabteilung der Stadt St. Pölten hat die Sanierung mit 30.000 Euro unterstützt. Weiters hat die Wirtschaft  sowie der ASVÖ und Servus TV die Sanierung gefördert.

Der ÖTB-Turnverein St. Pölten 1863:

  • 1863: Gründung des ÖTB
  • 1907: Kauf des Grundstücks, auf dem 1929 die Jahnturnhalle errichtet wurde. Die Straße davor wurde vom Gemeinderat als Jahnstraße benannt.
  • Gründungsmitglieder und Obmänner des ÖTB waren einige bekannte St. Pöltner: Karl Schneck (Gründer der Freiwilligen Feuerwehr), Anton Kalcher (Mitbegründer der Sparkasse NÖ), Bürgermeister Otto Eybner
  • 1898: Gründung einer eigenen Frauen- und Mädchenabteilung
  • 1938: Auflösung und Eingliederung in den „Reichsverband für Leibesübungen“
  • Ab 1945: Nutzung als sowjetisches Kulturzentrum
  • 1956: Neugründung
  • Heute: Vielfältige Kursangebote für Mitglieder und Gäste jeden Alters
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